2. März 2024

17 Mit welchen Dauerfolgen muss ich rechnen?

Es bleiben die Narben an der operierten Hand. Auch können die Stränge niemals ganz vollständig entfernt werden – dies würde zu einer sehr starken Beschädigung der Haut führen.

Es bleibt auch eine gewisse Bewegungsstörung, abhängig von der Ausprägung der Erkrankung und dem Ausmaß der vor der Operation vorhandenen Verkrümmung.

In der unmittelbaren Umgebung der Narben kann ein Taubheitsgefühl bleiben, im komplizierten Verlauf auch an der Fingerkuppe.

16 Gibt es eine vollständige Heilung?

Nein.

Die Erkrankung kann nicht vollständig geheilt werden. Die Veranlagung zur Strangbildung bleibt auch nach einem erfolgreichen Eingriff bestehen, unabhängig davon, wie ausgedehnt und „gründlich“ operiert wird.

Ob und wann Veränderungen nach einer Operation erneut auftreten, hängt nicht davon ab, inwieweit diese bei der Operation entfernt wurden, sondern von genetischen Faktoren, die nicht beeinflussbar sind.

15 Wann kann ich wieder arbeiten oder Sport treiben?

Es hängt von Ihrem Beruf ab und vom Verlauf der Wundheilung.

Typischerweise werden der Fäden nach 10 bis 12 Tagen gezogen. Danach bestehen in den meisten Fällen noch kleinere Schorfe im Wundbereich. Vollständig geschlossen sind die Operationswunden meist nach 3-4 Wochen, so dass dann wieder gearbeitet werden kann.

Gelegentlich ist auch eine längere Bewegungstherapie notwendig, die den Verlauf über Wochen verzögern kann.

14 Wie ist die Nachbehandlung nach der Wundheilung?

Die spezielle Nachbehandlung beginnt bereits während der Wundheilung. Bei stabiler Wunde kann der Finger nach einigen Tagen gestreckt werden.

Nach Entfernung der Fäden werden die Bewegungsübungen intensiviert, entweder eigenständig oder unterstützt durch ein Handtherapeuten. Je nachdem, wie gut der Finger beweglich ist, kommen weitere Hilfsmittel, wie eine Dehnungsschiene („Quengel“) oder ein spezieller, nachts getragener Handschuh zur Anwendung.

Ist die Narbe verhärtet, helfen fette Salbe und Massagen und manchmal auch ein so genannter Kompressionshandschuh.

Ob und welche dieser Behandlungen notwendig sind, ist ganz verschieden und muss individuell abgestimmt werden. Auch die Dauer der Nachbehandlung kann sehr variieren.

13 Was passiert in den ersten Tagen nach der Operation?

Am Folgetag wird der Verband gewechselt. Die weiteren Kontrollen und erforderliche Maßnahmen werden dann verabredet.

Im typischen Fall bleibt die Hand wenige Tage verbunden und eventuell geschient; inwieweit die Finger in dieser Phase bereits bewegt werden können, wurde nach der Operation festgelegt.

Die Fäden werden nach 10-12 Tagen gezogen. Spätestens dann wird mit der Mobilisierung begonnen.

12 Welche Komplikationen können auftreten?

Fast schon regelhaft kommt es nach der Operation einer Dupuytren-Kontraktur zu kleineren Störungen der Wundheilung wie eine Schorfbildung oder eine Durchblutungsstörung des Wundrands und einer eventuell verzögerten Wundheilung. Ursache ist die enge Verbindung der Fasern mit der äußeren Haut. Beim Eingriff werden diese von der Unterfläche der Haut abgelöst. Es resultiert eine Durchblutungsstörung der Haut, die sich in den Tagen nach dem Eingriff allmählich wieder erholt.

Eingriffstypische, wenn auch seltene Komplikationen während einer Dupuytren-Operation sind eine Beschädigung der kleinen Nerven und Blutgefäße.

Zu einer Nachblutung kann es in den ersten Stunden nach der Operation kommen. Ein erhöhtes Risiko besteht bei der Verwendung von Medikamenten zur Blutverdünnung eine Störung der

Erkrankungs- und eingriffstypisch ist eine Verhärtung der Operationsnarbe in den ersten Wochen nach dem Eingriff. Diese ist in ihrer Ausprägung unterschiedlich und auch nicht von der Ausprägung der Erkrankung oder von der Art der Operation abhängig. Die Verhärtung löst sich dann allmählich im ersten Jahr nach der Operation.

Keine eigentliche Komplikation ist das Wiederkehren („Rezidiv“) der Erkrankung mit erneuter Ausbildung von Knoten und Strängen. Dies kann ist auch durch eine besonders gründliche Entfernung der Veränderungen nicht zu verhindern.

11 Was muss ich am Operationstag nach dem Eingriff beachten?

Die Hand ist verbunden und eventuell auch geschient. Sie sollte am Operationstag geschont werden und nicht längere Zeit herunterhängen.

Wurde bei der Operation eine Drainage eingelegt worden, die mit einem Silikonschlauch zu einem Vakuumgefäß geführt wurde („Redon-Drainage“) sollte die Verbindung zu diesem Gefäß nicht gelöst werden, damit der Unterdruck nicht verloren geht.

Sind sie zu Hause und tritt etwas Unerwartetes auf, ist der Verband zu eng oder kommt es zu starken Schmerzen, die mit einer Tablette nicht gelindert werden können, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Operateur auf!

10 Ist eine spezielle Vorbereitung auf den Eingriff notwendig?

Ist die Erkrankung sehr ausgeprägt und finden sich kleine Einziehungen der Haut, so können hier durch Feuchtigkeit Unreinheiten bestehen. Vor einer Operation ist eine sorgfältige Hautpflege notwendig um Infektionen nach der Operation zu vermeiden.

09 Gibt es Gründe gegen eine Operation?

Jeder Eingriff hat Risiken.

In seltenen Fällen kann bei der Operation ein Fingernerv beschädigt werden, was ein Taubheitsgefühl am Finger zur Folge hat. Ebenso kann die selten vorkommende Verletzung kleiner Blutgefäße zu einer Durchblutungsstörung des Fingers führen. Nach einer Dupuytren-Operation kann es zu Wundheilungsstörungen kommen, die den Verlauf verzögern und das Ergebnis infrage stellen können.

Eher häufiger sind auch Verhärtungen der Operationsnarbe, die sich allerdings allmählich, wenn auch nur langsam wieder lösen. 

Komplikationen wie die Beschädigung von Nerven und Blutgefäßen sind bei einem Ersteingriff eher selten und treten häufiger ein, wenn zum wiederholten Mal am gleichen Finger operiert wird. Vor einem Folgeeingriffe hier sollte das Vorgehen genau abgewogen werden.

08 Was passiert, wenn nicht operiert wird?

Die Krankheit schreitet langsam fort – mit und ohne Operation. Sie verläuft typischerweise in Schüben. Ruhephasen können dabei mehrere Jahre andauern, Wachstumsschübe dauern meist einige Monate.

In welchem Zeitrahmen dies zu erwarten ist, ist individuell sehr verschieden und kann auch im Voraus nicht festgestellt werden. Grundsätzlich gilt, dass je früher im Leben die Krankheit auftritt, umso schneller entwickelt sie sich im weiteren Verlauf.