13. Juli 2024

Mittelgliedbasisbruch

Der Bruch der Gelenkpfanne des Mittelgelenks kann zur erheblichen Beschädigung der Gelenkfläche führen. Nicht immer kann mit der Behandlung die Knorpelfläche anatomisch rekonstruiert werden.

Die Basis des Mittelglieds bildet die Gelenkpfanne des Mittelgelenks. Wird das Gelenk gewaltsam über den vorgesehenen Bewegungsumfang bewegt, kann zu einer Stauchung des Gelenkkopfs in die Gelenkpfanne kommen. Der Gelenkkopf des Fingergrundglieds schiebt sich dabei in die Pfanne der Mittelgliedbasis (Abbildung unten)

Mittelglied-Basisbruch
Osteosynthese

Ursache kann ein Sturz auf die ausgestreckte Hand sein. Ganz häufig ist die Ursache eine Sportverletzung, zu Beispiel das Fangen eines schweren Balls, bei dem der Finger gewaltsam überstreckt wird.

Die Symptome eines solchen Bruchs können ganz unterschiedlich sein. Regelhaft ist das Gelenk geschwollen und die Bewegung ist schmerzhaft. Heimtückisch sind Frakturen, die, wenn sie wenig verschoben sind, anfangs nur geringe Schmerzen bereiten.

Schwellung, Schmerzen und Bewegungseinschränkung werden bei der körperlichen Untersuchung festgestellt. Hat man den Verdacht auf das Vorliegen einer Fraktur, bringt eine technisch einwandfreie Röntgenaufnahme des Fingers die Verletzung zutage. Weitere Untersuchungen sind nicht erforderlich.

Die Fraktur selbst hat eine gute Heilungstendenz hinsichtlich der knöchernen Konsolidierung der Fragmente. Wird jedoch bei einem solchen Mittelgliedbasisbruch die eingetretene Gelenkfehlstellung nicht perfekt beseitigt, entwickelt sich nach der Ausheilung im Laufe der nächsten Jahre unweigerlich eine im Verlauf fortschreitende Arthrose.

Die meisten dieser Brüche gehen mit einer Verschiebung der Gelenkfragmente einher. Ein Richten der Fraktur ist geschlossend.h. ohne eine operative Behandlung in den meisten Fällen nicht erfolgreich. Dabei existieren verschiedene operative Verfahren. Möglich ist eine Osteosynthese mit Minischrauben und -plättchen oder auch einmal eine äußere Klammer „Suzuki-Fixateur externe“. Handelt es sich um einzelne, große Fragmente, ist auch eine direkte Verschraubung oder Osteosynthese mit einem Miniplättchen möglich. Der Eingriff sollte zeitnah nach der Verletzung durchgeführt werden. Vergeht Zeit bis zur Therapie, wird die Rekonstruktion schwierig.

Ausblicke

Nicht immer ist eine exakte Wiederherstellung möglich; nicht selten bleiben Gelenkveränderungen zurück, die auch operativ nicht zu beseitigen sind. In diesem Fall kommt es allmählich zur Arthrose des Mittelgelenks mit Bewegungseinschränkung und -schmerzen

Empfehlung.

Ist die Gelenkfläche des Mittelgelenks betroffen, soll eine anatomiegerechte Wiederherstellung angestrebt werden.