21. Mai 2022

08 Wie ist die Nachbehandlung?

Die Hand ist nach der Operation verbunden und meist auch geschient. In vielen Fällen wurde eine Antibiotikatherapie begonnen.

Zunächst stehen Wundbehandlung und Kontrollen im Vordergrund. In vielen Fällen ist diese mit dem Fadenzug abgeschlossen. In anderen Fällen, wenn die Infektion nicht zur Ruhe kam, sind weitere Maßnahmen erforderlich. Hierzu kann eine erneute operative Öffnung der Wunde gehören. Auch sind manchmal Folgeeingriffe wie eien Hauttransplantation notwendig.

Erst nach abgeschlossener Wundheilung beginnen Mobilisation und Funktionstraining.

07 Welche Komplikationen können bei der Operation auftreten?

Grundsätzlich ist es möglich, daß bei einer Operation beteiligte Gewebe wie Sehnen und Nerven beschädigt werden.

Bei einer Infektion muss befallenes und abgestorbenes Gewebe entfernt werden. Dabei kann es notwendig sein, Anteile von Haut, Unterhautgewebe, Sehnen und Knochen zu entfernen. Es handelt sich dabei nicht um eine Komplikation, sondern um eine für die >Genesung notwendige Maßnahme.

05 Wann soll operiert werden?

Ist die Diagnose einer bakteriellen Infektion gestellt und aufgrund ihrer Schwere ein die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs vorhanden, sollte dieser auch umgehend, d.h. innerhalb weniger Stunden durchgeführt werden.

Bei manchen Infektionen mit aggressiven Bakterien kann sich das Geschehen innerhalb weniger Stunden verschlechtern.

04 Kann man konservativ, d.h. ohne Operation behandeln?

Bei gering ausgeprägten Befunden kann der spontane Verlauf abgewartet werde. Eine Behandlung mit Antibiotika ohne chirurgische Öffnung des Infektionsherdes birgt Risiken. Der Verlauf kann verschleiert werden und eine notwendige chirurgische Behandlung wird verzögert.

03 Welche Untersuchungen sind notwendig, damit eine Diagnose gestellt werden kann?

Im Vordergrund steht die körperliche Untersuchung der erkrankten Hand. Hierbei ergeben sich die wichtigsten Hinweise, auch hinsichtlich der Beurteilung der Schwere der Veränderungen.

Eine Blutuntersuchung ist hilfreich, auch für die spätere Beurteilung des Krankheitsverlaufs. Sie sollte daher immer vor einer Therapie durchgeführt werden. Auch hilft sie in unklaren Fällen, zwischen einer bakteriellen Infektion und einer Erkrankung wie einerGicht zu unterscheiden

Besteht die Infektion länger als wenige Tage, kann der Knochen betroffen sein. Eine einfache Röntgenuntersuchung bringt dies zu Tage. Ein Kernspintomografie (MRT) ergibt weitere Hinweise zur Ausbreitung der Entzündung im Gewebe und ist zur Therapieplanung sehr hilfreich.

08 Was spricht gegen eine Operation?

Jeder Eingriff hat mögliche Komplikationen.

Eine Denervation ist ein vergleichsweise kleiner Eingriff. Hier ist jedoch die Wirkung nicht immer ausreichend.

Nach einer (Teil-)Versteifung ist die Nachsorge langwierig. Es resultiert immer eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Bei einer Endoprothese ist dei Haltbarkeit begrenzt. Nach eienr Lockerung sind weitere Maßnahmen notwendig.

07 Welche operativen Möglichkeiten gibt es?

Bei einer Denervierung werden schmerzleitende zum Handgelenk führende Nervenfasern unterbrochen.

Bei einer Teilversteifung leibt eine eingeschränkte Beweglichkeit erhalten und ist nur bei bestimmten Arthroseformen möglich. Eine vollständige Versteifung kann bei jeder Form der Handgelenksarthose durchgeführt werden.

Bei einer vollständigen Versteifung sind Heben und Senken nicht mehr möglich, die Unterarmdrehung bleibt erhalten, ebenso wie die Beweglichkeit vom Daumen und Fingern.

Künstliche Handgelenke (Endoprothese) sind vorhanden. Die zur Verfügung stehenden Prothesen sind noch nicht ausgereift und damit auch nicht verläßlich dauerhaft haltbar. Meist muss nach einigen Jahren die Prothese wieder entfernt und das Handgelenk versteift werden.