9. Dezember 2022

Arthrose nach Kahnbeinfraktur – Häufig gestellte Fragen

Zunächst muss die Ursache der Beschwerden geklärt sein. Es kann ja auch eine verletzungsunabhängige sonstige Störung vorliegen.

Die möglichen Ursachen sind mannigfaltig und haben ganz unterschiedliche Konsequenzen. Dazu gehören Verletzungsfolgen ebenso wie entzündliche und degenerative Veränderungen. Ohne eine kompetente ärztliche Untersuchung und Abklärung kommt man nicht weiter.

Sofern es sich um die Folgen eines Kahnbeinbruchs handelt, kann die Diagnose nach körperlicher Untersuchung und einfacher Röntgenaufnahme sicher gestellt werden. Eine Kernspintomografie ist nur sinnvoll, wen der Verdacht auf zusätzlich bestehende krankhafte Veränderungen besteht.

Zur Therapieplanung kann in besonderen Situationen eine Computertomografie sinnvoll sein. Dies ist der Fall, wenn es darum geht, ob eine Wiederherstellung des Kahnbeins selbst noch sinnvoll ist.

Wie jede andere Form der Arthrose das Handgelenks kann auch bei der Arthrose nach Kahnbeinfraktur konservativ behandelt werden. Die Veränderungen am Kahnbein und Handgelenk selbst und deren weitere Entwicklung werden hierbei nicht verändert. Die Behandlung dient der Reduktion arthrosebedingter Schmerzen.

Die Verfahren zur operativen Behandlung der Arthrose des Handgelenks unterscheiden sich sich nicht wesentlich von denen zur operativen Behandlung von Arthrosen andere Ursache.

Bei einer Denervierung werden schmerzleitende zum Handgelenk führende Nervenfasern unterbrochen. Es handelt sich um einen relativ kleinen Eingriff. Die Arthrose bleibt unverändert bestehen und schreitet auch weiter fort.

Eine Teilversteifung ist eher möglich als bei anderen Arthroseformen. Nach einer Kahnbeinfraktur bleibt die Arthrose über lange Zeit auf die Umgebung des Handgelenks begrenzt und andere Bereiche des Gelenks bleiben lange unbeeinträchtigt

Eine vollständige Versteifung kann bei jeder Form der Handgelenksarthose durchgeführt werden. Im Regelfall resultiert eine weitgehend schmerzfreie Belastbarkeit.

Künstliche Handgelenke sind noch nicht ausgereift und damit auch nicht verlässlich dauerhaft haltbar. Meist muss nach einigen Jahren die Prothese wieder entfernt und das Handgelenk doch versteift werden.

Wichtigstes Kriterium zu operativen Behandlung der Arthrose nach Kahnbeinfraktur ist die Intensität bestehender Beschwerden.

eine Wiederherstellung des Kahnbeins selbst ist nur bei beginnenden und örtlich umschriebener arthrotischen Veränderungen sinnvoll. Eine Teilversteifung kann in den meisten Fällen sinnvolldurchgeführt werden. Voraussetzung ist eine noch erhaltene und unbeschädigte Gelenkfläche zwischen Speiche und Mondbein. Eine Denervation wie auch eine definitive Versteifung des Handgelenks kann in jedem Stadium der Erkrankung durchgeführt werden.

Es besteht keinerlei Dringlichkeit.

Die Veränderungen schreiten langsam fort. Dies geht allmählich und dauert über Jahre.

Auch in späten Stadien kann immer noch eine definitive Versteifung durchgeführt werden.