19. April 2024

Mukoidzyste – Häufig gestellte Fragen

Man soll den Finger einmal vorzeigen. Wenn es eine Mukoidzyste ist, können Komplikationen daraus erwachsen. Besser ist es, wenn man dann weiß, was zu tun ist.

Man kann eine Mukoidzyste fast nicht verwechseln. Lokalisation und äußerer Aspekt sind sehr charakteristisch. Auch Verdickungen an den anderen Fingern sprechen dafür. Ganz selten einmal kann eine – meistens gutartige – Tumorbildung vorliegen.

Im Grunde ist es eine „Blickdiagnose“.

Eine einfache Röntgenuntersuchung zeigt die Veränderungen am Endgelenk. Dies ist hilfreich vor einer geplanten Operation.

Nein.

Die Ursache ist die Heberden-Arthrose des Endgelenks. Deren Entstehung und Entwicklung ist anlagebedingt und kann nicht vorgebeugt werden.

Nur bedingt.

Wenn man die Zyste punktiert, füllt sie sich allmählich wieder auf. Eine Laserbehandlung kann kleinere Zysten zum Eintrocknen bring. Der Erfolg ist unsicher.

Hat die Zystenwand eine gewisse Größe erreicht, dünnt sich die Haut über der Zyste aus und kann sich öffnen. Wird die Zyste dann nicht beseitigt, besteht unmittelbar eine Infektionsgefahr. Dies gilt auch dann, wenn die Zyste bereits perforiert und an der Oberfläche verschorft ist.

Wenn der Nagel sich verändert hat und eine Nagelmulde ausgebildet ist, besteht die Gefahr, dass er sich längs teilt. Auch dann sollt nicht mehr abgewartet werden.

Ist bereits eine Infektion ausgebildet, kann es besser sein, bis zur Ausheilung zu warten und die Entfernung aufzuschieben. Bei einer schweren Infektion dagegen besteht eher eine Dringlichkeit

Besteht keine Infektion, hat man eine gewisse Zeit bis zur OP. Ist die Zyste mehrfach perforiert, sollte man nicht zu lange warten.

Meistens nimmt die Zyste allmählich an Größe zu. Die Haut verdünnt sich, bis sie perforiert und die Zyste sich entleert. Irgendwann kommt es zur bakteriellen Infektion.

Auch die Operation hat ein gewisses Infektionsrisiko, auch wenn dies deutlich kleiner ist, als im Rahmen der Spontanentwicklung der Zyste.

Ein Mukoidzyste kann sich erneut an gleicher Stelle wieder ausbilden.

Die Haut sollte intakt sein. Ist die Zystenoberfläche verschorft, wartet man besser so lange, bis die Haut verheilt ist.

Eine Antibiotikadosis unmittelbar vor dem Eingriff reduziert das Infektionsrisiko.

Der Finger ist verbunden, eventuell auch geschient.

Sind sie zu Hause und tritt etwas Unerwartetes auf, ist der Verband zu eng oder kommt es zu starken Schmerzen, die mit einer Tablette nicht gelindert werden können, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Operateur auf!

Alle Operationen in der Nähe des Fingernagels haben ein, wenn auch kleines Infektionsrisiko.

In ganz seltenen Fällen kann es operationsbedingt zu einer Veränderung des Fingernagels kommen.

Eine Mukoidzyste kann erneut wieder auftreten.

Nach 10 Tagen werden die Fäden entfernt. Im Regelfall ist eine weitere Nachbehandlung nicht erforderlich.

Hinsichtlich der Zyste gibt es das. Die Arthrose ist damit nicht behandelt. Sie entwickelt sich unverändert weiter.