19. April 2024

Handgelenksarthrose – Häufig gestellte Fragen

Die Ursachen können hier ganz verschieden sein. Möglich sind Verletzungsfolgen, entzündliche- und Stoffwechselerkrankungen oder auch alterungsbedingter „Verschleiß“.

Aussitzen hilft meistens nicht. Gehen Sie zum Arzt!

Entzündliche Erkrankungen der Sehnen und ihrer Sehnenscheiden können ganz ähnliche Probleme verursachen. Auch bestimmte Veränderungen an den Nerven können zu Schmerzen in der Handgelenksregion führen.

Die körperliche Untersuchung ergibt Hinweise, auch zu möglichen Arthrosen anderer Gelenke.

Eine einfache Röntgenuntersuchung des Handgelenks in zwei Ebenen kann in den meisten Fällen zur sicheren Diagnose führen. Weitere Untersuchungen wie Computertomogramm (CT) und Kernspintomogramm (MRT) sind bei spezieller zusätzlicher Fragestellung angebracht.

Besteht der Verdacht auf entzündliche Veränderungen („Rheuma“) oder eine Stoffwechselstörung („Gicht“) können Blutuntersuchungen nötig sein.

Die konservative Behandlung bessert arthrosebedingte Beschwerden. Eine Therapie der Arthrose selbst mit Wiederherstellung der zerstörten Gelenkflächen ist nicht möglich.

Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, die arthrosebedingte Beschwerden lindern können. Die Liste ist lang: Vorübergehende Schienung, Medikamente zum Einnehmen oder injiziert, verschiedene Formen der Behandlung mit Röntgenstrahlen. Die Wirkung und deren Dauer ist individuell verschieden und kann im Einzelfall schlecht vorhersagbar.

Eine besondere Situation liegt bei entzündlicher Gelenkerkrankung (Rheuma) und Stoffwechselerkrankungen (Gicht) vor. Hier kann die medikamentöse Behandlung das Fortschreitender Arthrose verlangsamen.

Frühe operative Eingriffe sind nur bei bestimmten Vorerkrankungen wie zum Beispiel bei Fehlstellung nach Fraktur angebracht. Bei manifester Arthrose soll nur operiert werden, wenn keine andere Therapie hilft. So kann die Notwendigkeit ständiger Medikamenteneinnahme ein Grund zur Operation sein.

In den allermeisten Fällen besteht keine Dringlichkeit.

Die Arthrose schreitet langsam voran. Allmählich nehmen Schmerzen und Bewegungseinschränkung zu. Dies kann in Schüben verlaufen. Zwischen den Aktivitätsphasen können Zeitintervalle mit geringen Symptomen liegen.

Bei einer Denervierung werden schmerzleitende zum Handgelenk führende Nervenfasern unterbrochen. Es handelt sich um einen relativ kleinen Eingriff. Die Arthrose bleibt unverändert bestehen und schreitet auch weiter fort.

Eine Teilversteifung ist nur bei bestimmten Arthroseformen möglich und sinnvoll. Bei einer Teilversteifung bleibt eine eingeschränkte Beweglichkeit erhalten. Ein Fortschreiten der Arthrose ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Eine vollständige Versteifung kann bei jeder Form der Handgelenksarthose durchgeführt werden. Bei einer teilweisen oder vollständigen Versteifung sind Heben und Senken nicht mehr möglich, die Unterarmdrehung bleibt erhalten, ebenso wie die Beweglichkeit vom Daumen und Fingern. Im Regelfall resultiert eine weitgehend schmerzfreie Belastbarkeit.

Künstliche Handgelenke sind noch nicht ausgereift und damit auch nicht verlässlich dauerhaft haltbar. Meist muss nach einigen Jahren die Prothese wieder entfernt und das Handgelenk versteift werden.

Jeder Eingriff hat mögliche Komplikationen.

Eine Denervation ist ein vergleichsweiser kleiner Eingriff. Hier ist jedoch die Wirkung nicht immer ausreichend.

Nach einer (Teil-)Versteifung ist die Nachsorge langwierig. Es resultiert immer eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Die vollständige Versteifung des Handgelenks entspricht der Situation beim Tagen einer Schiene. Bestimmte Tätigkeiten sind nicht mehr möglich.

Die Wunde ist verschlossen, die Hand verbunden und geschient. Nach etwa 10 Tagen werden die Fäden gezogen. Das Handgelenk kann dann bewegt werden.

Die Belastung sollte nur langsam gesteigert werden. Eine spezielle physikalische Therapie ist nicht notwendig.

Die Wunde am Handgelenk ist geschlossen und verbunden, das Handgelenk ist geschient. Am Folgetag wird sie verbunden, nach 10 Tagen die Fäden entfernt.

Die Immobilisation des Handgelenks dauert 6-8 Wochen bei unkomplizierter Knochenheilung. Dann wird allmählich mobilisiert. Wurden zur Fixierung Metallstifte verwendet („Kirschner-Drähte“), können diese frühestens jetzt entfernt werden. Die Belastung kann erst nach Knochenheilung etwa nach 3 Monaten allmählich aufgenommen werden.

Nach der Operation sind die Wunden an Handgelenk und am Beckenkamm geschlossen und verbunden. Das Handgelenk ist geschient. Die Fäden können nach ca. 10 Tagen entfernt werden.

In den meisten Fällen wurde zur Fixierung eine Metallplatte verwendet. Die Stabilität reicht hier aus, sodass die Unterarmdrehung und die Bewegung von Daumen und Fingern von Anfang an möglich ist. Bis zur Belastbarkeit vergehen allerdings auch etwa drei Monate.

Für die Hand betrachtet handelt es sich um einen mittelgroßen Eingriff. Regelhaft kommt es nach der Operation zu einer Schwellung des Handgelenks, die sich allmählich zurückbildet. Auch wenn gravierende Störzungen der Wundheilung wie bei anderen Handoperationen selten sind, ist doch eine schwellungs- und schmerzbedingte Funktionseinschränkung für einen Zeitraum nach der Operation vorhanden.

In seltenen Fällen bleibt die Knochenheilung aus oder ist verzögert; hier sind dann weitere Maßnahmen notwendig.