26. September 2023

Enchondrom an der Hand – Häufig gestellte Fragen

Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung erweckt den Verdacht, dass hier ein (meist gutartiger Tumor) innerhalb des Knochens vorliegt. Meist ist dieser die Ursache des Knochenbruchs. Ganz sicher ist die Diagnose damit noch nicht.

Suchen Sie einen Arzt auf, der spezielle Erfahrung mit der Behandlung solcher Veränderungen an der Hand hat.

Es gibt eine Reihe von Knochentumoren an der Hand, die mit einem Enchondrom verwechselt werden können.

Sie sind allesamt wesentlich seltener. Sehr selten handelt sich um einen bösartigen Knochentumor.

Die Verdachtsdiagnose gibt sich aus dem Befund des einfachen Röntgenbildes. Eine Kernspintomografie (MRT) oder eine Computertomografie (CT) ergeben zusätzliche Informationen besonders hinsichtlich dessen Ausdehnung.

Eine sichere Diagnose eines Tumors ist nur durch eine feingewebliche Untersuchung zu stellen. Im Falle eines Enchondroms erfolgt diese mit dem bei einer operativen Entfernung entnommenem Material.

Die Fraktur auf dem Boden eines Enchondroms hat eine ausgesprochen gute Heilungstendenz und kann in den meisten Fällen konservativ behandelt werden.

Das Enchondrom kann durch konservative Maßnahmen nicht beseitigt werden. Es wird dann zu einem späteren Zeitpunkt operativ entfernt, wenn der Bruch wieder verheilt ist.

Ein Enchondrom sollte grundsätzlich entfernt und feingeweblich untersucht werden. Nach einem Knochenbruch auf dem Boden eines Enchondroms soll zunächst dessen Ausheilung abgewartet werden. Das Enchondrom wird nach der Knochenbruchheilung operiert.

Unterschiedliche Verfahren existieren lediglich für die Auffüllung des Knochendefekts.

Dieser kann sich von selbst regenerieren. Dies dauert lange. In dieser Zeit hat der Knochen eine verminderte Festigkeit.

Eine Auffüllung mit Knochengewebe oder Knochenersatzmaterial verkürzt diese Zeitspanne wesentlich.

Handelt es sich um einen kleinen Befund, der zufällig festgestellt wird, so sind in jedem Fall Kontrollen notwendig. Bei größerem Befund sollte zeitnah operiert werden, allein um die Diagnose zu sichern.

Ist das Enchondrom durch den Bruch des befallenen Knochens festgestellt worden, sollte zunächst die Heilung des Knochens abgewartet werden und das Enchondrom dann im Intervall zeitnah entfernt werden, da es jederzeit wieder zu einer neuen Fraktur kommen kann.

Auch ein sehr langsam wachsender gutartiger Tumor wie ein Enchondrom gewinnt mit der Zeit an Größe, Knochensubstanz und Festigkeit gehen zurück. Bei einem Enchondrom dauert dies Jahre, bei anderen Tumoren kann es schneller gehen.

Irgendwann kommt es Komplikationen: Typisch ist eine Fraktur des befallenen Knochens durch ein alltägliches Ereignis („Pathologische Fraktur“).

Nein.

Abwarten vergrößert das Problem.

Die Hand ist verbunden und geschient; sie sollte nicht längere Zeit herunterhängen. Nicht geschiente Finger und Gelenke können bewegt werden.

Die Festigkeit des Knochens wurde durch die Operation gemindert, erst mit der knöchernen Heilung nimmt sie allmählich wieder zu.

Nach einer Entfernung des Enchondroms und Auffüllung des Knochens kann In der Regel kann nach dem Ziehen der Fäden bewegt werden. Grundsätzlich ist die Hand erst nach Einheilung des Knochens wieder voll belastbar. Auch nach einer Knochenübertragung (Transplantation) kann dies einige Wochen dauern.

Operative Komplikationen sind selten. Wurde Knochen entnommen, kann aus der Entnahmestelle Blut nachsickern.
Wird zu früh belastet, kann es zum Bruch des operierten Knochens kommen.

Dies ist individuell sehr verschieden. Es hängt von der Art der Operation und der Größe des Enchondroms ab. Bei größeren Herden können mehrere Wochen bis zur vollen Belastbarkeit vergehen.

In der Regel ja, wenn das Enchondrom vollständig entfernt wurde.

Enchondrome können in einigen Fällen nach vielen Jahren erneut an gleicher Stelle auftreten („Rezidiv“). In allen anderen Fällen ist eine vollständige Beseitigung des Tumors anzunehmen.

Nach der Entfernung eines Enchondroms kann es zu einer Bewegungseinschränkung durch Verwachsungen und Verklebungen kommen. Der Bruch eines mit einem Enchondrom befallen Knochens kann auch nach dessen Ausheilung zu einer Bewegungseinschränkung, einem Gelenkschaden oder einer Fehlstellung führen.

Enchondrome wachsen sehr langsam. Tritt ein Enchondrom an gleicher Stelle erneut auf, ereignet sich dies meist nach vielen Jahren.

Tritt der Tumor innerhalb eines Jahres an gleicher Stelle erneut auf, kann ein bösartiges Wachstum vorliegen.
Es sind daher Kontrollen notwendig.