14. August 2022

10 Welche Komplikationen können auftreten?

Störungen der Wundheilung und im schlimmsten Fall eine Infektion sind wie bei anderen Handoperationen selten. Gleiches gilt für die Beschädigung kleiner Hautnerven, die zu einer Gefühlsstörung der Haut führen kann.

Gelegentlich bleiben Handgelenksbeschwerden und eine eingeschränkte Belastbarkeit zurück, unabhängig davon, oder die Diskusruptur zur Ausheilung kommt oder nicht.

09 Wann kann ich wieder arbeiten oder Sport treiben?

Auch das hängt davon ab, was gemacht wurde. Nach eine Diskusnaht dauert es lange. Nach der Freigabe des Handgelenks muss man mit weiteren 4 Wochen rechnen. Für schwere körperliche Arbeit oder sportliche Betätigung mit dem operierten Arm müssen 3-4 Monate angenommen werden.

Wurde bei der Arthroskopie lediglich Gewebe entfernt, geht es wesentlich schneller.

08 Was passiert nach der Operation?

Nur wenn eine gerissenen Diskus genäht oder angeheftet wurde, ist eine Ruhigstellung notwendig. Diese dauert zwischen 6 und 8 Wochen. Erst dann kann allmählich mobilisiert und noch später mit Belastung begonnen werden.

Wurden lediglich beschädigte Diskusanteile entfernt, kann die Mobilisierung wesentlich früher begonnen werden.

07 Was passiert, wenn nicht operiert wird?

Typischerweise bessern sich die Beschwerden mit der Zeit auch ohne Maßnahmen.

Bei kleineren Rissbildungen können sich die Beschwerden auch vollständig zurückbilden, wenn der Riss nicht zur narbigen Ausheilung kommt.

Bei ausgedehnter Beschädigung können Beschwerden in bestimmten Umfang verbleiben. Eine Beschwerdezunahme im weiteren Verlauf ist auch dann ausgesprochen unwahrscheinlich.

05 Welches Operationsverfahren ist für mich das Richtige?

Es hängt ganz davon ab, was beschädigt wurde.

Keine Rissbildungen im Randbereich können ohne Therapie narbig ausheilen. Kleinere Rissbildungen im Zentrum des Diskus heilen auch nach einer operativen Maßnahme nicht aus.

Grobe Rissbildungen, die rekonstruktionsfähig sind, werden im Rahmen der Arthroskopie wieder genäht oder befestigt. Man muss wissen, dass danach eine lange Immobilisation notwendig ist.

Nur bei schweren Verletzungen auch der angrenzenden Bänder sind offene chirurgische Maßnahmen wie ein Bandersatz angezeigt.

03 Welche Untersuchungen sind notwendig, um eine Diagnose zu stellen?

Die Vorgeschichte und eine gründliche körperliche Untersuchung durch einen Fachmann sollten den Verdacht schon in die richtige Richtung lenken.

Eine Röntgen-Übersichtsaufnahme des Handgelenks ist obligatorisch. Zur Darstellung der nicht-knöchernen Strukturen ist ein Kernspintomogramm die Methode der Wahl. Auch eine Ultraschalluntersuchung ist hilfreich, vor Allem, wenn Hinweise auf entzündliche Veränderungen bestehen.

Manchmal kommt man nicht weiter. Dann ist eine Spiegelung („Arthroskopie“) notwendig.