Infektionen an der Hand – Häufig gestellte Fragen

Es muss zeitnah feststellt werden, ob es sich um eine bakterielle Infektion handelt. Eine bakterielle Entzündung kann sich rasch ausbreiten. eine verspätet begonnene Behandlung kann zu gravierenden Folgen führen.

Suchen Sie ohne Verzögerung Ihren Arzt auf.

Nicht jede Entzündung ist durch eine Infektion bedingt. Rheumatische Erkrankungen und bestimmte Stoffwechselerkrankungen und hier besonders eine Gicht können ganz ähnliche Symptome verursachen.

Im Vordergrund steht die körperliche Untersuchung der erkrankten Hand. Hierbei ergeben sich die wichtigsten Hinweise, auch hinsichtlich der Beurteilung der Schwere der Veränderungen.

Eine Blutuntersuchung ist hilfreich, auch für die spätere Beurteilung des Krankheitsverlaufs. Sie sollte daher immer vor einer Therapie durchgeführt werden. Auch hilft sie in unklaren Fällen, zwischen eier bakteriellen Infektion und eienr Erkrankung wie eien Gicht zu unterscheiden.

Besteht die Infektion länger als wenige Tage, kann der Knochen betroffen sein. Eine einfache Röntgenuntersuchung bringt dies zu Tage. Ein Kernspintomografie (MRT) ergibt weitere Hinweise zur Ausbreitung der Entzündung im Gewebe und ist zur Therapieplanung sehr hilfreich.

Bei gering ausgeprägten Befunden kann der spontane Verlauf abgewartet werde. Eine Behandlung mit Antibiotika ohne chirurgische Öffnung des Infektionsherdes birgt Risiken. Der Verlauf kann verschleiert werden und eine notwendige chirurgische Behandlung wird verzögert.

Ist die Diagnose einer bakteriellen Infektion gestellt und aufgrund ihrer Schwere ein die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs vorhanden, sollte dieser auch umgehend, d.h. innerhalb weniger Stunden durchgeführt werden.

Bei manchen Infektionen mit aggressiven Bakterien kann sich das Geschehen innerhalb weniger Stunden verschlechtern.

An der Hand liegen die anatomischen Strukturen eng benachbart. Bakterien können können sich entlang der Gleitschichten rasch ausbreiten und auf benachbarte Strukturen übergreifen.

Grundsätzlich ist es möglich, daß bei einer Operation beteiligte Gewebe wie Sehnen und Nerven beschädigt werden.

Bei einer Infektion muss befallenes und abgestorbenes Gewebe entfernt werden. Dabei kann es notwendig sein, Anteile von Haut, Unterhautgewebe, Sehnen und Knochen zu entfernen. Es handelt sich dabei nicht um eine Komplikation, sondern um eine für die >Genesung notwendige Maßnahme.

Die Hand ist nach der Operation verbunden und meist auch geschient. In vielen Fällen wurde eine Antibiotikatherapie begonnen.

Zunächst stehen Wundbehandlung und Kontrollen im Vordergrund. In vielen Fällen ist diese mit dem Fadenzug abgeschlossen. In anderen Fällen, wenn die Infektion nicht zur Ruhe kam, sind weitere Maßnahmen erforderlich. Hierzu kann eine erneute operative Öffnung der Wunde gehören. Auch sind manchmal Folgeeingriffe wie eien Hauttransplantation notwendig.

Erst nach abgeschlossener Wundheilung beginnen Mobilisation und Funktionstraining.