„WALANT“-Betäubung

(„Wide awake local anaesthesia ntorniquet“).

WALANT bedeutet man ist wach („wide awake“), bekommt örtliche Betäubung (Lokalanästhesie, „local anaesthesia“), und keine Manschette am Oberarm („no torniquet“) zur Blutleere.

Das Medikament zur örtlichen Betäubung wird mit einem weiteren Medikament zur Blutgefäßverengung kombiniert. Nur dadurch unterscheidet sich die Methode von einer „einfachen“ örtlichen Betäubung. Die Betäubung wird etwa eine halbe Stunde vor Operationsbeginn gespritzt, erst dann ist die Wirkung zur Gefäßverengung vollständig vorhanden. Es führt zusätzlich zur Schmerzfreiheit zu einer stark verminderten Blutungsneigung im Operationsgebiet. Die Wirkung ist mit der Verwendung einer Blutleere vergleichbar. Die Methode einet sich für viele kleinere Eingriffe wie Karpaltunnelspaltung, Ringbandspaltung oder Ganglionentfernung. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Eingriffe, bei denen man als Patient aktiv beteiligt ist wie z.B. bei einer Sehnenlösung, bei der der Finger während der Operation – auf Aufforderung – aktiv bewegt werden soll. 

Für die WALANT-Anästhesie ist keine beondere Vorbereitung notwendig. Eien Blutentnahme ist nicht notwendig. Man kann frühstücken, Nüchternheit ist ebenfalls nicht notwendig. Allgemeine Nebenwirkungen sind extrem selten.

Das WALANT Verfahren hat damit den Vorteil örtlicher Betäubungsmaßnahmen durch die geringe Menge des verwendeten Betäubungsmittels und vermeidet die Risiken einer Armbetäubung oder Vollnarkose. Gleichzeitig können auch längere Eingriffe mit verminderter Blutungsneigung wie der Verwendung einer Blutleere durchgeführt werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist das verminderte Risiko für die Entstehung von Blutergüssen, auch dann, wenn eine Therapie zur Blutverdünnung nicht unterbrochen werden kann.

Einziger relevanter Nachteil des Verfahrens gegenüber einer vollständigen Armbetäubung oder Vollnarkose ist die geringere Wirksamkeit bei größeren Operationen, für die dieses Verfahren damit nicht geeignet ist.