Ganglion („Überbein“) am Handgelenk – Häufig gestellte Fragen

In den allermeisten Fällen ist es nichts Schlimmes. Trotzdem sollte sie grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden, auch wenn sie nicht schmerzhaft ist.

Auch wenn es meistens ein Ganglion ist, so gibt es doch auch andere möglich Ursachen. Ein gutartiger Tumor kann einmal ähnlich imponieren, auch manche entzündlichen Veränderungen wie etwa bei Rheuma können eine umschriebene Verdickung am Handgelenk hervorrufen.

Ein Röntgenbild des Handgelenks ist notwendig, um knöcherne Veränderungen an der Handwurzel feststellen zu können. Gelegentlich findet man hier Zysten im Knochen oder auch einmal eine Folge einer früheren Verletzung, die zur Entstehung des Ganglions beigetragen hat. Auch eine Arthrose eines Handwurzelgelenks kann als mögliche Ursache eines Ganglion im Röntgenbild erkennbar sein.

Ist die Diagnose unsicher, hilft eine Kernspintomografie (MRT) weiter.

Der Zysteninhalt kann punktiert werden oder es wird ein Medikament (Kortisonabkömmling) in die Zyste gespritzt. Der Erfolg, wenn er eintritt,  ist jedoch meist vorübergehend.

Das Ganglion kann arthroskopisch (Im Rahmen eine Spiegelung) oder offen mit einem Schnitt entfernt werden.

Bei einer Arthroskopie werden vier kleinere, beim offenen Verfahren wird ein Schnitt in der Größe der Zyste angelegt.

Die Ergebnisse sind weitgehend identisch – bei beiden Verfahren wird das Ganglion beseitigt. Bei beiden Verfahren kann es sich in etwa gleich großer Häufigkeit erneut ausbilden.

Ist die Diagnose eindeutig, besteht keine Eile. Es hängt davon ab, ob das Ganglion Beschwerden macht oder optisch auffällig ist.

Ist die Ursache der Schwellung jedoch unklar, sollte diese jedoch grundsätzlich geklärt werden – oft ist dies nur durch eine Entfernung des Gewebes und feingewebliche Untersuchung definitiv möglich.

In manchen Fällen kann sich ein Ganglion spontan zurückbilden. Meist bleibt es oder wird allmählich größer und macht dann Beschwerden.

Jeder Eingriff hat Risiken. Das Auftreten einer Infektion oder Wundheilungsstörung ist selten. Gelegentlich kann es durch Verklebungen zu einer Bewegungseinschränkung des Handgelenks kommen.

Die mögliche spontane Rückbildung kann ein Argument gegen eine Operation sein. Es gibt jedoch keine Möglichkeit um festzustellen, ob eine solche spontane Regeneration eintreten wird.

Der Arm wurde verbunden und geschient. Die Finger können bewegt werden. Sollte eine Enge im Verband auftreten oder übermäßige Schmerzen, melden Sie sich bei ihrem Operateur!

Nach 10-12 Tagen werden die Fäden gezogen. Für diese Zeit ist der Arm geschient.

Die Bewegung des Handgelenks kann noch für wenige Wochen danach Beschwerden machen. Eine spezielle Therapie ist in den allermeisten Fällen nicht notwendig.

Wundkomplikationen sind selten.

Häufiger ist eine Einschränkung der Beugefähigkeit des Handgelenks in den ersten Wochen nach der Operation. In den meisten Fällen normalisiert sich diese allmählich ohne spezielle Therapie. Manchmal ist Krankengymnastik notwendig.

Joggen kann man nach dem Fäden ziehen. Der Arm kann nach etwa 2-4 Wochen wieder beansprucht werden. Gelegentlich dauert es länger bis zur vollen Beweglichkeit und Schmerzfreiheit.

Ja – abgesehen von der sichtbaren Narbe. Gelegentlich bildet sich jedoch ein Ganglion an gleicher Stelle erneut aus.

Neben der Narbe kann in sletenen Fällen ein meist sehr geringe Einschränkung der Handgelenksbeweglichkeit zurückbleiben.