Enchondrom an der Hand- Häufig gestellte Fragen



  • Auf dem Röntgenbild meiner Hand wurde eine Aufhellung an einem Knochen festgestellt. Was ist zu tun?

    Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung erweckt den Verdacht, dass hier ein (meist gutartiger Tumor) innerhalb des Knochens vorliegt. Ganz sicher ist die Diagnose damit noch nicht. Suchen Sie einen Arzt auf, der spezielle Erfahrung mit solchen Veränderungen an der Hand hat.
  • Bei mir wurde der Verdacht auf das Vorliegen eines Enchondroms gestellt. Was könnte es noch sein?

    Es gibt eine Reihe von Knochentumoren an der Hand, die mit einem Enchondrom verwechselt werden können. Sie sind allesamt wesentlich seltener. Sehr selten handelt sich um einen bösartigen Knochentumor.
  • Welche Untersuchungen sind notwendig, damit die Diagnose gestellt werden kann?

    Dies kann man nicht generell sagen. In vielen Fällen ist die Diagnose mit dem einfachen Röntgenbild sehr sicher ohne weitere Untersuchung zu stellen. Ist dies nicht der Fall, hilft eine Kernspintomografie (MRT) oder eine Computertomografie (CT).# Letztlich ist eine sichere Diagnose jedes Tumors nur durch eine feingewebliche Untersuchung zu stellen. Im Falle eines Enchondroms erfolgt diese mit dem bei einer operativen Entfernung entnommenem Material.
  • Kann man konservativ, ohne Operation behandeln?

    Behandeln nicht, nur abwarten. Der Tumor spricht nicht auf eine Bestrahlung oder medikamentöse Behandlung an
  • Welches Operationsverfahren ist für mich das Richtige?

    Die Entfernung des Herdes ist bei allen Verfahren gleich. Unterschiedlich ist lediglich, ob der Defekt aufgefüllt wird und womit. Grundsätzlich gilt, dass sich der Knochendefekt nach Entfernung des Enchondroms ganz allmählich von selbst wieder auffüllt. In dieser Zeit besteht eine erhöhte Bruchgefahr. Mit der Übertragung von Knochengewebe kann die Zeitspanne bis zur Belastbarkeit des Knochens stark verkürzt werden. Man füllt daher gerne auf, wenn eine Fraktur vorangegangen ist oder ein großes Enchondrom in Gelenknähe vorliegt. Das Standardverfahren ist die Verwendung von eigenem Knochen. Ob Knochenersatzgewebe in gleicher Weise geeignet ist, kann noch nicht sicher beantwortet werden.
  • Wann soll operiert werden und wie dringlich ist der Eingriff?

    Sofern es sicher ist, dass es sich um ein Enchondrom handelt, besteht keine Eile. Meist ist jedoch nur eine Verdachtsdiagnose möglich. Entschließt man sich bei einem kleinen Herd zum Abwarten, so sind in jedem Fall Kontrollen notwendig. Ist das Enchondrom durch den Bruch des befallenen Knochens festgestellt worden, sollte zunächst die Heilung des Knochens abgewartet werden und das Enchondrom dann im Intervall entfernt werden. Technisch gesehen ist die Operation wesentlich einfacher als bei einem Frakturierten Knochen Fragen Sie Arzt!
  • Was kann passieren, wenn nicht operiert wird?

    Der Tumor gewinnt an Größe, die Knochensubstanz geht zurück. Bei einem Enchondrom dauert dies Jahre, bei anderen Tumoren kann es schneller gehen, Irgendwann kommt es Komplikationen: Typisch ist eine Fraktur des befallenen Knochens durch ein alltägliches Ereignis („Pathologische Fraktur“).
  • Gibt es Gründe gegen eine Operation?

    Nur wenige- die Risiken des Eingriffs sind gering. Nur mit der Operation und der Untersuchung des Materials ist eine definitive Diagnose möglich.
  • Was muss ich am Tag der Operation beachten?

    Über Ihre Medikamente (Wichtig: eventuelle Blutverdünnung) wurde beim Vorbereitungsgespräch gesprochen.
  • Was muss ich nach der Operation beachten?

    Die Hand ist verbunden und geschient; sie sollte nicht längere Zeit herunterhängen.
  • Welche Komplikationen können vorkommen?

    Operative Komplikationen sind selten. Wurde Knoche entnommen, kann aus der Entnahmestelle Blut nachsickern. Wird zu früh belastet, kann es zum Bruch des operierten Knochens kommen.
  • Was passiert nach der Operation und wie ist die Nachbehandlung?

    In der Regel kann nach dem Ziehen der Fäden bewegt werden. Grundsätzlich ist die Hand erst nach Einheilung des Knochens wieder voll belastbar. Auch nach einer Knochenübertragung (Transplantation) kann dies einige Wochen dauern.
  • Wann kann ich wieder arbeiten oder Sport treiben?

    Es hängt von der Art der Operation und der Größe des Enchondroms ab. Bei größeren Herden können mehrere Wochen bis zur Belastung vergehen.
  • Gibt es eine vollständige Heilung?

    In der Regel ja nach dem operativen Eingriff. Enchondrome können in einigen Fällen nach vielen Jahren erneut auftreten („Rezidiv“). In allen anderen Fällen ist eine vollständige Beseitigung des Tumors anzunehmen.
  • Mit welchen Dauerfolgen muss ich rechnen?

    Große Enchondrome in Gelenknähe können auch nach deren Entfernung und eventuellen Auffüllung zu einer Bewegungseinschränkung durch Verwachsungen und Verklebungen führen. Der Bruch eines mit einem Enchondrom befallen Knochens kann zu einer Bewegungseinschränkung, einem Gelenkschaden oder einer Fehlstellung führen.
  • Was ist in der Zukunft zu beachten?

    Enchondrome wachsen sehr langsam. Kommt es zu einer Wiederkehr („Rezidiv“) so kann dies noch nach vielen Jahren auftreten. Tritt der Tumor innerhalb eines Jahres an gleicher Stelle erneut auf, kann ein bösartiges Wachstum vorliegen. Es sind daher Kontrollen notwendig. Fragen Sie Ihren Arzt!