Enchondrom an der Hand- Häufig gestellte Fragen

Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung erweckt den Verdacht, dass hier ein (meist gutartiger Tumor) innerhalb des Knochens vorliegt. Meist ist dieser die Ursache des Knochenbruchs. Ganz sicher ist die Diagnose damit noch nicht.

Suchen Sie einen Arzt auf, der spezielle Erfahrung mit solchen Veränderungen an der Hand hat.

Es gibt eine Reihe von Knochentumoren an der Hand, die mit einem Enchondrom verwechselt werden können.

Sie sind allesamt wesentlich seltener. Sehr selten handelt sich um einen bösartigen Knochentumor.

Die Verdachtsdiagnose gibt sich aus dem Befund des einfachen Röntgenbildes. Eine Kernspintomografie (MRT) oder eine Computertomografie (CT) ergeben zusätzliche Informatioenen besonders hinsichtlich dessen Ausdehnung.

Eine sichere Diagnose eines Tumors ist nur durch eine feingewebliche Untersuchung zu stellen. Im Falle eines Enchondroms erfolgt diese mit dem bei einer operativen Entfernung entnommenem Material.

Handelt es sich um ein Enchondrom, kann dieses durch konservative Maßnahmen nicht beseitigt werden. Ein Röntgenbestrahlung ist nicht wirksam.

Allerdings haben Frakturen auf dem Boden eines Enchondroms eine ausgesprochen gute Heilungstendenz und werden konservativ behandelt. Das Enchondrom wird dann zu einem späteren Zeitpinkt entfernt.

Ein Enchondrom sollte grundsätzlich entfernt und feingeweblich untersucht werden.

Der resultierende Knochendefekt kann sich von selbst regenerieren. Dies dauert lange. In dieser Zeit hat der Knochen eine verminderte Festigkeit. Eine Auffüllung mit Knochengewebe verkürzt diese Zeitspanne wesentlich.

Bei einem Knochenbruch auf dem Boden eines Enchondroms soll zunächst dessen Ausheilung abgewartet werden. Das Enchondrom wird nach der Knochenbruchheilung operiert.

Handelt es sich um einen kleinen Befund, der zufälig festgestellt wird, so sind in jedem Fall Kontrollen notwendig. Bei größeren Befund sollte zeitnah operiert werden, allein um die Diagnose zu sichern.

Ist das Enchondrom durch den Bruch des befallenen Knochens festgestellt worden, sollte zunächst die Heilung des Knochens abgewartet werden und das Enchondrom dann im Intervall entfernt werden. Technisch gesehen ist die Operation dann wesentlich einfacher und weniger komplikationsträchtig als bei einem frakturierten Knochen.

Auch ein sehr langsam wachsender gutartiger Tumor wie ein Enchondrom gewinnt mit der Zeit an Größe, die Knochensubstanz geht zurück. Bei einem Enchondrom dauert dies Jahre, bei anderen Tumoren kann es schneller gehen.
Irgendwann kommt es Komplikationen: Typisch ist eine Fraktur des befallenen Knochens durch ein alltägliches Ereignis („Pathologische Fraktur“).

Nein.

Abwarten vergrößert das Problem.

Die Hand ist verbunden und geschient; sie sollte nicht längere Zeit herunterhängen. Nicht geschiente Finger und Gelenke können bewegt werden.

Nach einer Entfernung des Enchondroms und Auffüllung des Knochens kann In der Regel kann nach dem Ziehen der Fäden bewegt werden. Grundsätzlich ist die Hand erst nach Einheilung des Knochens wieder voll belastbar. Auch nach einer Knochenübertragung (Transplantation) kann dies einige Wochen dauern.

Operative Komplikationen sind selten. Wurde Knoche entnommen, kann aus der Entnahmestelle Blut nachsickern.
Wird zu früh belastet, kann es zum Bruch des operierten Knochens kommen.

Dies ist individuell sehr verschieden. Es hängt von der Art der Operation und der Größe des Enchondroms ab. Bei größeren Herden können mehrere Wochen bis zur Belastung vergehen.

In der Regel ja nach dem operativen Eingriff.
Enchondrome können allerdings in seltenen Fällen nach vielen Jahren erneut auftreten („Rezidiv“).

In allen anderen Fällen ist eine vollständige Beseitigung des Tumors anzunehmen.

Große Enchondrome in Gelenknähe können auch nach deren Entfernung und eventuellen Auffüllung zu einer Bewegungseinschränkung durch Verwachsungen und Verklebungen führen.

Der Bruch eines mit einem Enchondrom befallen Knochens kann auch anch desse Ausheilung zu einer Bewegungseinschränkung, einem Gelenkschaden oder einer Fehlstellung führen.

Enchondrome wachsen sehr langsam. Kommt es zu einer Wiederkehr („Rezidiv“) so kann dies noch nach vielen Jahren auftreten. Tritt der Tumor innerhalb eines Jahres an gleicher Stelle erneut auf, kann ein bösartiges Wachstum vorliegen.
Es sind daher Kontrollen notwendig.