Schnellender Finger – Häufig gestellte Fragen

Es besteht keine Eile: Hält es über läbgere Zeit an und fühlen Sie sich gestört, sollte man dies einmal einem Arzt, am besten einem Orthopäden oder Handchirurgen zeigen.

Andere Ursachen für ein Bewegungsschnappen sind selten.

Möglich ist ein Überspringen der Strecksehne, etwa bei einer Arthrose oder nach einem partiellen Strecksehnenriß.

Meist reicht die körperliche Untersuchung aus.

Röntgenaufnahmen sind notwendig, wenn außer dem schnellenden Finger noch Veränderungen an den Gelenken vermutet werden (Arthrose?). Kernspintomografie (MRT) oder Computertomografie(CT) sind nur bei speziellen Fragestellungen erforderlich.

Leider nichts.
In manchen Fällen können sich die Veränderungen allerdings spontan zurückbilden.

Eine Kortisonspritze zum Ringband bessert die Erscheinungen meist sehr deutlich, zumindest vorübergehend.

Auch eingenommene entzündungshemmende Medikamente („NSAR“, z.B. Ibuprofen oder Diclophenac) bessern vorübergehend.

Solange der Finger schnappt und noch nicht in einer Stellung fixiert ist, ist der Zeitpunkt zur Operation ist unkritisch.

Bleibt er einmal „stehen“, und kann nicht mehr über den Widerstand gebeugt werden, ist es ratsam, nicht zu lange zu warten, damit nach dem Eingriff eine vollständige Beweglichkeit wieder vorhanden ist

In den allermeisten Fällen ist es ausreichend, nur das erste Ringband („A1-Ringband) zu öffnen.

In manchen Fällen hat sich die Sehne so weit verdickt, dass auch dss folgene A2-Rangband die Bewegung behindert- die Streckung des Fingers ist nicht vollständig möglich. Nur in diesem Fall muss man den verdickten Anteil einer der beiden Sehnen („Oberflächliche Beugesehne“) selbst etwas reduzieren.

Selten einmal verschwinden die Erscheinungen von selbst.

Meist wird es allmählich schlimmer. Irgendwann kann der Finger nicht mehr über den Widerstand hinweg bewegt werden. Die Bewegung bleibt eingeschränkt – entweder ist ein Faustschluss oder eine vollständge Streckung nicht mehr möglich.

Die Veränderungen entwickeln sich allmählich.

Es besteht keine medizinische Dringlichkeit für eine Behandlung, angesehen von eventuellen Schmerzen.

Eigentlich nicht.

Natürlich hat jeder Eingriff mögliche Komplikationen. Für die Ringbadspaltung sind die Risiken ausgesprochen überschaubar.

Die Hand ist verbunden, ab dem Folgetag nur noch mit einem Pflaster. Die Hand soll bis zum Fadenzug trocken und sauber gehalten werden.

Der Finger kann unmittelbar bnach der Operation wieder bewegt werden.

Nach der Operation wird ein leichter Verband angelegt. Am Folgetag wird dieser gegen ein Pflaster ersetzt. Der Finger kann von Anfang an bewegt werden und sollte einige Male am Tag vollständig gestreckt werden.

Nach 10-12 Tagen werden die Hautfäden gezogen. In den ersten Wochen danach kann es helfen, die Narbe mit fetter Salbe zu behandeln.

In den meisten Fällen ist die Behandlung damit abgeschlossen.

Allgemeine Komplikationen wie eine Nervenbeschädigung beim Eingriff oder eine Infektion der Operationswunde sind ausgesprochen selten.

Gelegentlich kommt es nach der Operation zu einem Reizzustand der Sehnenscheide der die Beweglichkeit und hier insbesondere die Fingerstreckung behindert. Grund ist ein Missverhältnis zwischen der Größe der nach dem Eingriff etwas angeschwollenen Sehne und Sehnenscheide und der Größe des Gleitkanals im noch vorhandenen A2 Ringband.

Da das als zwei Ringband beim Eingriff nicht geöffnet werden darf lässt sich dies nicht vollständig vermeiden. Im allgemeinen geht jedoch dieser Reizzustand zurück und die Fingerbeweglichkeit normalisiert sich.

Nach dem Fadenzug kann die Hand gewaschen werden. Man merkt den Finger noch, leichte Belastung sollte jedoch möglich sein. Sport ohne besondere Beanspruchung der operierten Hand sollte dann möglich sein.

Für stärkere Belastung und Sport mit der Hand sollten 4 Wochen einkalkuliert werden.

In den meisten Fällen sollte die Funktion vollständig wiederhergestellt werden können.