Mondbeinnekrose – Häufig gestellte Fragen



  • Bei mir wurde eine Mondbeinnekrose festgestellt. Was ist zu tun?

    Vor einer Behandlung muss das Krankheitsstadium exakt festgestellt werden. Meist sind verschiedene Untersuchungen notwendig.

    Suchen Sie ein Arzt auf, der spezielle Erfahrung mit der Erkrankung hat.

  • Welche Untersuchungen sind notwendig, damit die Diagnose eindeutig gestellt werden kann?

    Basisuntersuchung ist eine Röntgenuntersuchung des Handgelenks. Auch die gesunde Seite sollte geröntgt werden; gelegentlich liegen auch hier Veränderungen vor, die noch nicht zu Symptomen geführt haben. Eine Kernspintomografie (MRT) zeigt die Knochendurchblutung und ist im Anfangsstadium notwendig, da in diesem Stadium im „normalen“ Röntgenbild nichts Krankhaftes zu sehen ist. Um das richtige Behandlungsverfahren auszuwählen, ist in vielen Fällen zusätzlich eine so genannte Computertomografie (CT) hilfreich – im Gegensatz zur Kernspintomografie zeigt diese besser die Knochenfeinstruktur. In speziellen Fällen kann auch einmal eine Spiegelung („Arthroskopie“) des Handgelenks angezeigt sein, um das Krankheitsstadium exakt feststellen zu können.
  • Bei mir wurden im Röntgenbild Veränderungen einer Mondbeinnekrose festgestellt. Was könnt es sonst noch sein?

    Es gibt Veränderungen, die mit einer Mondbeinnekrose verwechselt werden können. Hierzu gehören Zysten im Mondbein, die im Zusammenhang mit einer zu langen Elle auftreten.  Auch entzündliche oder traumatische Veränderungen können zu ähnlichen Veränderungen im Kernspintomogramm (MRT) oder Röntgenbild führen. Nach vollständiger Diagnostik  im Röntgenbild, CT und MRT sollte die Diagnose eindeutig gestellt werden können.
  • Was kann ich vorbeugend tun, um die Krankheitsentstehung zu verhindern?

    Die Ursache der Entstehung der Erkrankung ist für die meisten Fälle unbekannt. Ausgenommen sind extreme Belastungen durch vibrierende Arbeitsmaschinen, wie etwa Pessluftwerkzeug. Hat man eine Mondbeinnekrose, sollten solche Belastungen vermieden werden. Eine Mondbeinnekrose kann nicht vorgebeugt werden. Ist die Erkrankung schon fortgeschritten und besteht schon eine Arthrose des Handgelenks, so kann eine hohe Belastung deren Fortschreiten fördern.
  • Kann man erfolgreich konservativ, das heißt ohne Operation behandeln?

    Nur im Anfangsstadium, wenn die Veränderungen ausschließlich im Kernspintomogramm zu sehen sind. Sofern die Knochenstruktur noch intakt ist, kann eine längere Ruhigstellung zur Normalisierung der Durchblutung des Mondbeins führen. Bei fortgeschrittener Erkrankung können konservative Maßnahmen die Beschwerden lindern, die Krankheit jedoch nicht in ihrer Entwicklung beeinflussen.
  • Welches Operationsverfahren ist für mich das richtige?

    Es hängt von vielen Faktoren ab. Das Erkrankungsstadium ist wesentlich, auch die Länge der Unterarmknochen untereinander spielt eine Rolle. Auch Alter und nicht zuletzt die Intensität die Beschwerden werden in die Therapieempfehlung einbezogen. Fragen Sie Ihren Arzt!
  • Wie dringlich ist der Eingriff?

    Eine Mondbeinnekrose entwickelt sich langsam über Jahre. Es besteht keine Dringlichkeit für die Operation.
  • Was passiert, wenn nicht operiert wird?

    Die Erkrankung schreitet allmählich fort bis zum Zusammenbruch des Mondbeins und - über Jahre hinweg - zur Zerstörung der Gelenkflächen.
  • Gibt es Gründe gegen eine Operation?

    Für die meisten der operativen Verfahren gilt, dass das Ergebnis im Einzelfall nicht sicher vorhergesagt werden kann. Dies gilt im Besonderen für späte Erkrankungsstadien, bei denen zwar eine Schmerzlinderung, nicht jedoch eine Wiederherstellung der Knochenstruktur des Mondbeins erwartet werden kann. Gegen den zu erwartenden Erfolg muss das Risiko des Eingriffs abgewogen werden.
  • Gibt es eine vollständige Heilung?

    Nur in Anfangsstadien. Ist die Knochenstruktur des Mondbeins bereits zerstört, ist nur eine Linderung der Beschwerden zu erreichen.
  • Mit welchen Dauerfolgen muss ich rechnen?

    Sofern keine vollständige Heilung ausbleibt, entwickelt sich allmählich eine Arthrose des Handgelenks. Es muss mit einer bleibenden Bewegungseinschränkung und auch mit Belastungsschmerzen am Handgelenk gerechnet werden.

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