Labor, Röntgen, Computertomografie und Kernspintomografie

Normales Handgelenk im Röntgenbild. Glatte Gelenkflächen deuten auf intakte Knorpelüberzüge hin.

Nicht alle handchirugische Erkrankungen und Verletzungen können durch eine einfache körperliche Untersuchung diagnostiziert werden.

In vielen Siuationen sind Labor- und so genannte bildgebende Untersuchungen notwendig.

Im Rahmen der Notfallbehandlung und des Sprechstundenbesuchs sind bestimmte Notfalllaboruntersuchungen möglich. Dazu gehören Blutbild und Blutsenkungsgeschwindigkeit sowie die Bestimmung bestimmter Entzündungsparameter wie CRP („C-reaktives Protein“). Auch eine Harnsäureuntersuchung ist möglich. Spezielle Laboruntersuchungen nicht im Rahmen der Notfallbehandlung wie die Abklärung entzündlicher Veränderungen oder rheumatischer Erkrankungen können nur durch den Internisten oder Rhaumatologen durchgeführt werden. 

Bei den meisten Verletzungen und Erkrankungen der Hand ist die einfache Röntgenaufnahme die bildgebende Basisuntersuchung.  Die meisten Röntgenaufnahmen des Armes und der Hand einschließlich spezieller Zielaufnahmen und Techniken können unmittelbar während des Sprechstundenbesuchs oder stationären Aufenthaltes in unserer Röntgenabteilung angefertigt werden. Hierzu gehören auch alle speziellen Einstellungen an der Hand.

Die „einfache“ Röntgenaufnahmen blickt „durch die Hand“ und stellt Strukturen unterschiedlicher Dichte dar. Abgebildet werden knöcherne Strukturen, die quasi zusammen auf eine Ebene projiziert werden. Man erkennt Frakturen, tumoröse und entzündliche Veränderungen des Knochens sowie Störungen der Knochenstruktur. Eine Röntgenuntersuchung ermöglicht die Darstellung der Lagebeziehung der Knochen gegeneinander und Veränderungen der Gelenke wie eine Verrenkung („Luxation“). Es ergeben sich indirekte Zeichen von Bänderrissen durch Änderung des Abstands und der Stellung der Handknochen.

Ein Röntgenbild kann nur knöcherne Strukturen und manche Fremdköper abbilden. Bänder, Sehnen und sonstige „Weichteile“ sind nicht zu sehen.

Bei bestimmten Verletzungen sind weitergehende Untersuchungen wie  Computertomografie (CT) oder eine Kernspintomografie (MRT) notwendig. Computertomogramm und Kernspintomografie werden in in einer entprechend spezialisierten Praxis durchgeführt – wie in der Radiologischen Ambulanz im Praxengebäude Hohe Weide 17b, benachbart zum Krankenhaus.  

Mit einer Computertomografie (CT) wird die Hand geröntgt und rechnerisch in kleinen „Scheiben“ abgebildet, die dann getrennt betrachtet werden. Man kann zudem das Knochenskelett dreidimensional abbilden und „von außen“ dreidimensional  betrachten. 

Auf dem linken Bild ist der Bruch des Kahnbeins nur eben sichtbar. Die Abbildung der Computertomografie  (Bildmitte) zeigt den Bruch deutlich, die seitliche Aufnahme dazu (rechts) die Verschiebung und Verkippung der Fragmente.

 

 

 

 

 

Die Computertomografie ist das beste Verfahren zur Darstellung der Knochenfeinstruktur. Sie dient zur Feststellung von Knochenbrüchen, deren Verlauf dann exakt beurteilt werden kann. Auch alle anderen Knochenerkrankungen wie entzündliche und tumoröse Veränderungen werden optimal abgebildet.

Ein Computertomogramm („CT“) ist bei komplizierten Frakturen zur Diagnose, Therapieentscheidung und -planung erforderlich. Allerdings hat ein CT eine gegenüber einer „einfachen“ Röntgenuntersuchung deutlich höhere Strahlenbelastung. 

Die Kernspintomografie (MRT) bildet alle übrigen Gewebe („Weichteile“) ab. Im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung und Computertomografie, durch die fast ausschließlich Knochen abgebildet wird, sind bei der Kernspintomografie auch alle anderen Strukturen wie Sehnen, Bänder und Nerven und deren krankhafte Veränderungen sichtbar. Dargestellt aber auch biologische Vorgänge wie eine Flüssigkeitsansammlung („Ödem“) oder auch die Durchblutung.

Am Knochen können durch eine Kernspintomografie sowohl Veränderungen der Durchblutung als auch Reizzustände abgebildet werden. Im Kernspintomogramm können sowohl eine Fraktur als auch Frakturvorstufen, bei denen der Knochen noch nicht vollständig gebrochen ist festgestellt werden. Bei der Darstellung der Knochenfeinstruktur ist jedoch das Computertomogramm das geeignetere Verfahren.

Eine  Kernspintomografie hat keine Strahlenbelastung. Allenfalls die Verwendung von Kontrastmittel ist bei bei wiederholter Durchführung zu diskutieren. 

Im Kernspintomogramm („MRT“) ist einer der Handwurzelknochen abgestorben, erkennbar an der Dunkelfärbung. Regelrecht durchbluteter Knochen ist hell abgebildet.