Handtherapie

Nach Verletzungen und Operationen der Hand ist die Nachbehandlung häufig ebenso wichtig wie die Operation selbst.

Nach Frakturen und Sehnen und Bänderverletzungen beginnt diese meist mit einer Immobilisiereung. Am Anfang der Mobilisation stehen aktive Bewegungen. Dies bedeutet, dass sie selbst die Bewegung mit der verletzten Hand durchführen. Bei aktiver Bewegung sind Schmerzreaktion und Schutzreflexe vorhanden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, erfolgt die anfängliche aktive Bewegung unter Respektierung der Schmerzgrenze.

Mit fortschreitender Heilung und  zunehmender Festigkeit ist eine aktiv geführte und später auch passive Bewegung möglich. Passive Bewegungen werden immer gegen einen gewissen Widerstand durchgeführt. Dies setzt eine schon eingetretene Festigkeit einer genähten Sehne oder eines heilenden Knochens voraus.

Erst mit definitiver Heilung sind kontinuierliche Dehnungsbehandlung (sogenannte Quengelbehandlung) oder  Mobilisierung gegen starken Widerstand und über die Schmerzgrenze hinaus möglich.

Die Krankengymnastik  unterstützt Sie bei aktiver und geführter aktiver Bewegung. Im Verlauf schließt sich eine passive Mobilisierung an. Zusätzlich werden Narben aufgelockert und abgehärtet.

Die Ergotherapie dient dem Training der Funktion und Kraft sowie dem  Wiedererlernen von Bewegungsabläufen. Auch werden Schienen und Hilfsmittel gefertigt und zum Gebrauch angepasst. Beide  Fachrichtungen überschneiden sich in Ihren Aufgaben an der Hand. Dies hat logischerweise dazu geführt, daß der “Handtherapeut” als eigenständige Qualifikation eingeführt wurde. Der Handtherapeut sein kann man als Ergotherapeut und auch als Krankengymnast.

Speziell nach Handoperationen und  -Verletzungen  benötigt der Therapeut Spezialkenntnisse. Dies betrifft die Stabilität einer eventuellen Versorgung, den Ablauf der Heilung und die Art der betroffenen Beeinträchtigungen die nach der Erkrankung zu erwarten sind. All dies kann je nach Fraktur ganz unterschiedlich sein. In vielen Fällen ist einen Abstimmung mit dem behandelnden Arzt nötig.

Fast wichtiger als die Behandlung ist, dass Ihr Therapeut nicht nur be-handelt, sondern Sie in die Lage versetzt, eigene Übungen sinnvoll durchzuführen.

Das physiotherapeutische Team der handchirurgischen Abteilung des Diakonieklinikums besteht aus einer ausgebildeten und speziell mit den Problemen der Hand bzw. der gesamten oberen Extremität erfahrenen und hierauf spezialisierten Krankengymnastin und einer ebenfalls auf die Belange der Hand spezialisierten Ergotherapeutin.

In den meisten Fällen wird die Physiotherapie durch ihren Therapeuten wohnortnah durchgeführt.  Manchmal ist es sinnvoll, zu deren Beginn einige Sitzungen bei uns durchzuführen um eien “Gefühl” für die sinnvolle Behndlung zu bekommen.

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