Skidaumen – Häufige Fragen

Schmerzt der Daumen beim Greifen, ist er angeschwollen, so suchen Sie Ihren Arzt auf. Nur er kann feststellen, ob etwas mit dem Gelenk passiert ist.

Nicht über mehrere Tage zuwarten! Wenn das Band gerissen ist, sollte die Behandlung früh einsetzen.

Die Kapsel kann gerissen sein, oder zusätzlich auch eines der seitlichen stabilisierenden Bänder. Gelegentlich gibt es Knochenbrüche im Gelenkbereich.

Die Behandlung ist grundverschieden, eine genaue Diagnose ist notwendig.

Bei der körperlichen Untersuchung werden Beweglichkeit und Stabilität geprüft; manche Kapsel- und Bandverletzungen können bereits so festgestellt werden.

Eine Fraktur wird im Röntgenbild abgebildet. Eine Stabilitätsprüfung kann unter dem Röntgenschirm durchgeführt werde (so genannte gehaltene Aufnahme).

Bei unklarer Diagnose ist eine Kernspintomografie („MRT“) hilfreich.

Es hängt von der Verletzung ab. Ein unvollständiger Riss kann konservativ behandelt werden. Bei der konservativen Behandlung wird der Damen für 6 Wochen in einer Schiene oder einem Schienenverband (Gips) immobilisiert.

Bei einem vollständigen Riss ist die Heilung unsicher, eine Instabilität des Gelenks kann verbleiben.

Manchmal ist das vollständig gerissene Band zusätzlich nach hinten umgeschlagen (so genannte Stener-Läsion).  In diesen Fällen ist eine Heilung ohne Operation nicht möglich.

Das Band ist meist nicht zerrissen, sondern an einer Seite am Knochen abgerissen. Man setzt dort einen Knochenanker ein, der mit einer Naht versehen ist.  Mit dem vom Anker kommenden Faden wird der Bandstumpf an korrekter Stelle wieder an die Abrißstelle am Knochen angelegt  und kann dann hier wieder anheilen.

Nach einem vollständigen Riss zieht sich der meist am Knochen abgerissene Bandstumpf zurück und verklebt mit der Umgebung. In der ersten Tagen kann dies bei der Operation wieder rückgängig gemacht werden und die Heilungchancen sind gut.

Nach einigen Wochen hat sich das abgerissene Band so weit verändert, dass eine direkte Naht nicht mehr möglich ist.

Man sollte nicht unnötig lange zuwarten, schon nach wenigen Wochen werden die Heilungschancen deutlich schlechter.

Heilt das Band nicht wieder am Knochen an, bleibt ein instabiles Gelenk zurück.

Greift man mit dem Daumen fest zu, weicht dieser im Gelenk nach außen aus. Man kann dies im gewissen Umfang im Alltag kompensieren, meist ist es jedoch stark störend.

Jeder Eingriff hat Risiken.

Es kann zu Verklebungen zwischen Bändern und Strecksehnen kommen die zu einer gewissen Einschränkung der Beweglichkeit des Daumens führen. In den meisten Fällen ist diese gering ausgeprägt.

Die Operationswunde ist verbunden, der Daumen geschient. Die Hand sollte nicht längere Zeit herunterhängen. Besteht eine Enge im Gipsverband oder treten starke Schmerzen trotz Schmerzmittel auf, suchen sie ihren Operateur auf!

Wundkomplikationen sind selten.

Wird zu früh bewegt, kann das genähte Band wieder reißen, so dass die Instabilität fortbesteht.

Eine Bewegungseinschränkung von Daumengrund- und Endgelenk durch Sehnenverklebungen nach der Operation ist meist gering ausgeprägt und funktionell nicht störend.

Nach 10-12 Tagen werden die Fäden entfernt. Der Daumen bleibt danach  für weitere 4 Wochen geschient. Danach beginnt die Mobilisierung. Bis zur vollständigen Abheilung vergehen zumindest  12 Wochen.

Büroarbeit mit Tragen der Schiene ist nach Entfernung der Fäden möglich. Vollbelastung im Sport ist erst nach 3 Monaten sinnvoll.

Heilt das Band nicht an, wird das Gelenk instabil.

Bleibt die Instabilität bestehen, kann es zu einer schmerzhaften Arthrose des Damengrundgelenks kommen.

Eine Bewegungseinschränkung von Daumengrund- und Endgelenk durch Sehnenverklebungen nach der Operation ist meist gering ausgeprägt und funktionell nicht störend.