Operationsprinzip der Teilversteifung des Handgelenks („Mediokarpale Teilarthrodese“)

Bei der so genannten Mediokarpalen Teilarthrodese handelt es sich um einen Eingriff zur Schmerzbefreiung oder Schmerzlinderung bei bestimmten Formen der Handgelenksarthrose. Hierzu gehören Folgen einer nicht verheilten Kahnbeinfraktur oder von Bänderschäden der Handwurzel.

Das erkrankte Kahnbein wird komplett entfernt. Die übrigen Handwurzelknochen werden in eine normale Position gebracht. Um diese zu auf Dauer aufrechtzuerhalten, werden die Gelenke zwischen Kopfbein, Mondbein, Hakenbein und Dreieckbein versteift. Die Knorpeloberflächen der Handwurzelknochen werden dazu entfernt, die Handwurzelknochen selbst mit Metallstiften verbunden. Die Zwischenräume werden mit Knochen aus dem Beckenkamm aufgefüllt.

Nicht verheilte Kahnbeinfraktur mit Ausbildung eines Falschgelenks (Kahnbeinpseudarthrose); deutlich entwickelte Handgelenksarthrose in der Umgebung des Kahnbeins.


 




Das Kahnbein ist entfernt, die ellenseitigen Handwurzelknochen sind mit Stiften („Kirschner-Drähten“) verbunden.

 

 

 

 

 

Die Stifte können erst nach zwei Monaten entfernt werden. Daran schlie

 

ßt sich eine Übungsphase an.

Nach einer Teilversteifung werden Schmerzen genommen, die durch eine auf die Umgebung das Kahnbeins begrenzte Arthrose der Handwurzel verursacht sind. In dieser Konstellation ist eine deutliche Linderung zu erwarten. Die Teilversteifung führt zu einer Minderung der Beweglichkeit für das Heben und Senken der Hand; die Finger und auch der Daumen sind nicht betroffen.

 

8 Wochen nach der Operation sind die Stifte entfernt, die Handwurzelknochen sind stabil miteinander verbunden.

Die arthrosebedingten Schmerzen sind meist deutlich gebessert. Gegenüber einer kompletten Versteifung kann zumindest ein Teil der Handgelenksbeweglichkeit erhalten werden.