Handgelenksarthrose – Häufig gestellte Fragen



  • Ich habe Schmerzen am Handgelenk beim Abstützen und festen Zufassen bemerkt - was soll ich tun?

    Schmerzen am Handgelenk können verschiedener Ursache sein. Es muss nicht immer eine Arthrose vorliegen. Es können auch Veränderungen an den Nerven sein oder vom Ellenbogen fortgeleitete Schmerzen. Sind die Beschwerden dauerhaft, hilft nur eine ärztliche Untersuchung und Abklärung.
  • Ich habe Symptome einer Handgelenksarthrose - was könnte es außerdem noch sein?

    Eine ganze Reihe verschiedener Erkrankungen kann zu Schmerzen am Handgelenk führen. Dazu gehören Veränderungen an den Sehnenscheiden der Beuge- und Strecksehnen, Veränderungen der Nerven oder auch entzündliche Erkrankungen des Bindegewebes.
  • Welche Untersuchungen sind notwendig, damit die Diagnose gestellt werden kann?

    Mit einer körperlichen Untersuchung und einer einfachen Röntgenuntersuchung des Handgelenks kann die Diagnose einer Arthrose in den meisten Fällen eindeutig gestellt werden. Auch Frakturfolgen werden so sichre erkannt. Nur wenn man hier nichts Eindeutiges feststellen kann, sind weitere bildgebende Untersuchungen wie ein Kernspintomogramm („MRT“) notwendig.  Bei manchen Formen einer Handgelenksarthrose muss man durch Blutuntersuchung nach entzündliche-rheumatischen Erkrankungen oder Stoffwechselveränderungen („Gicht“) suchen.
  • Was kann ich vorbeugend tun, um die Krankheitsentwicklung zu verhindern?

    Die Entwicklung einer Handgelenksarthrose kann durch vorbeugende Maßnahmen entscheidend beeinflusst werden, wenn die Arthrose als Verletzungsfolge eintritt wie etwa bei einer nicht korrekt verheilten Fraktur. Auch bei entzündlichen und Stoffwechselerkrankungen kann die Entwicklung durch gezielte medikamentöse Therapie beeinflusst werden. In vielen Fällen handelt es sich bei der Arthrose des Handgelenks jedoch um eine anlagebedingte Erkrankung die man nicht vorbeugend beeinflussen kann.
  • Kann man konservativ, das heißt ohne Operation behandeln?

    Eine konservative Behandlung kann zur Linderung arthrosebedingter Schmerzen führen. Die Veränderungen am Gelenk selbst werden dabei nicht verändert. Zu den konservativen Optionen gehört die Injektion von entzündungshemmenden Substanzen in das Gelenk, die Röntgenbehandlung oder auch die vorübergehende Immobilisation durch Schienen.
  • Welche operativen Optionen gibt es?

    Auch die Operation kann man den ursprünglichen Zustand und insbesondere den Knorpel nicht wiederherstellen. Eine Denervation (gezielte Verödung ausschließlich schmerzleitender Nervenfasern) kann zu einer Besserung über einige Jahre führen. Eine Versteifung beseitigt die Schmerzen um den Preis der Beweglichkeit des Handgelenks. Ein künstliches Gelenk erhält einen Teil der Beweglichkeit. Nach einigen Jahren lockert es sich und die Versteifung kann nachgeholt werden.
  • Wann soll operiert werden?

    Der Zeitpunkt einer operativen Behandlung einer Arthrose wird durch die Intensität der Beschwerden, weniger durch die Ausprägung der Veränderungen am Gelenk bestimmt. Bestehen Schmerzen schon bei geringer Beanspruchung, bleibt die Wirksamkeit einer konservativen Behandlung aus oder werden Schmerzmittel regelmäßig eingenommen, sind dies Gründe für eine operative Behandlung.
  • Wie dringlich ist der Eingriff?

    Eine Arthrose entwickelt sich langsam über viele Jahre. Eine eventuelle operative Behandlung kann in Ruhe geplant werden – es besteht keinerlei Dringlichkeit.
  • Was passiert, wenn nicht operiert wird?

    Die Schmerzen sind anhaltend, die Beweglichkeit des Handgelenks nimmt ganz allmählich weiter ab. Dies passiert meist nicht kontinuierlich sondern entwickelt sich in Schüben. Zwischen diesen können Phasen relativer Beschwerdearmut liegen.
  • Was muss ich am Tag der Operation beachten?

    Eine Denervation findet in einer Vollnarkose oder einer Armbetäubung statt; für eine definitive Versteifung ist eine Vollnarkose notwendig. Hinsichtlich Essen und Trinken sowie Medikamente und Blutverdünnung wurde mit dem Narkosearzt gesprochen.
  • Was muss ich nach der Operation beachten?

    Der Eingriff wird stationär durchgeführt, sie erhalten Hilfe im Krankenhaus. Der Arm ist geschient, die Finger und der Daumen können bewegt werden. Der Arm sollte nicht längere Zeit herunterhängen, um Schwellungen zu vermeiden. Treten starke Schmerzen auf, kann dies an einem Bluterguss oder auch an einem zu engen Verband liegen. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Operateur auf.
  • Welche Komplikationen können auftreten?

    Wundkomplikationen oder eine Infektion sind selten, ebenso eine Nervenbeschädigung. Für die Hand ist eine Denervation eine eher kleiner, die Versteifung ein größerer Eingriff. Es kann zur Schwellung oder auch Bewegungseinschränkung der Finger kommen, die sich dann aber allmählich wieder bessern.
  • Wie ist die Nachbehandlung?

    Nach einer Versteifung wird zur Ruhigstellung eine Schiene angelegt. Die Fäden werden nach 10-12 Tagen entfernt. Die Schiene bleibt einige Wochen. Bewegungsübungen für die Finger können von Anfang an eigenständig vorgenommen werden. Voll belastbar ist die Hand nach 2-3 Monaten. Nach der Denervation kann das Handgelenk nach dem Fadenzug bewegt werden.
  • Wann kann ich wieder arbeiten oder Sport treiben?

    Bei einer Versteifung hängt dies sehr von der Tätigkeit ab. Büroarbeit kann nach 4-6 Wochen wieder möglich sein. Bis zur schmerzfreien vollen Belastbarkeit des Handgelenks können 2-4 Monate vergehen. Joggen ist nach Entfernung der Fäden möglich, Schwimmen nach ca. 6 Wochen. Bis zur schmerzfreien vollen Belastbarkeit des Daumens können 3-6 Monate vergehen. Nach der Denervation sollte alles etwas früher möglich sein.
  • Welcher Dauerzustand ist nach der Operation zu erwarten?

    Nach der Versteifung ist die Hand im Normalfall schmerzfrei belastbar, sofern keine anderen Probleme wie Arthrosen an den Fingergelenken bestehen schmerzfrei. Die Unterarmdrehfähigkeit ist meistens nach der Operation eher verbessert. Nach er Denervation ist bei ca. 2/3 der Patenten nach einigen Wochen eine relevante Schmerzlinderung eingetreten.
  • Muss nach der Versteifung die Platte wieder entfernt werden? Sie muss nicht unbedingt entfernt werden. Ein solche Platte besteht aus Titan, das keine Allergeien verursacht. Auch Sehnenschäden sind nicht zu befürchten. Häufig stört die Platte trotzdem

    Sie muss nicht unbedingt entfernt werden. Ein solche Platte besteht aus Titan, das keine Allergeien verursacht. Auch Sehnenschäden sind nicht zu befürchten. Häufig stört die Platte trotzdem im Gewebe, daher wird sie in den meisten Fällen doch entfernt.