Gutartige Tumore an der Hand

Echte Gewebeneubildungen an der Hand sind meistens gutartiger Natur. Gutartig bedeutet, das ein Tumor nicht in benachbarte Gewebe einwächst und auch nicht in den Körper streut.

Gutartige Tumore können von jedem Gewebe an der Hand ausgehen. So unterschiedlich wie das Ausgangsgewebe, so unterschiedlich sind auch die Wachstumseigenschaften der entsprechenden Veränderungen.

Ein “Lipom”geht vom Fettgewebe aus. Lipome entwickeln sich langsam verdrängend und werden erst bemerkt wenn sie eien gewisse Grösse aufweisen. Lipome fühlen sich weich an, verursachen fast keine Symptome. Nur selten kommt es an Hand und Unterarm zu eienr Druckschädigung benachbarter Nerven. Ob ein Lipom vorliegt kann durch die körperliche Untersuchung  meist mit hoher Sicherheit angenommen werden. Nur selten ist eine Kernspintomogtafie erforderlich.

Lipome müssen nicht operativ entfernt werden. Manchmal ist es die Optik, sehr selten eien Nervendruckschaden, der Anlaß zu Operation gibt.

Ein “Synovialom” geht meist von der Gelenkinnenhaut oder seltener  vom Sehnengleitgewebe aus. Es bilden sich rundliche feste Knoten am Finger, die ganz allmählich an Größe zunehmen und lange keine egentliche Beschwerden verursachen. Ob ein Synoialom vorliegt, kann aus dem Aspekt und der Lokalisation nur vermutet werden. ein kernspintomografie gibt weitere Hinweise zur Ausbreitung im Gewebe. Synoialome können im ausnahmefall semimaligne oder ganz selten einmal bösartig sein. eine Hinweis darauf gibt die Wachstumsgeschwindigkeit. Nimmt die Größe eines Knotens am Finger spürbar zu, soll er enfernt die dessen Art geklärt werden.

Ein “Hämangiom” (“Blutschwamm”) geht vom Blutgefäßsystem aus. Es handelt sich um rundliche bläulich verfärbte tastbare Knoten im Unterhautgewebe, die nur selten stärkere Beschwerden verursachen. Typisch ist eine langsame, ganz allmähliche Größenzunahme. ein Hämangiom kann bei eienr Verletzung der Haut stärker bluten. Funktionelle Störungen entstehen erst bei einer gewissen Größe, stärkere Schmerzen sind ausgesprochen selten.

Ein seltener, dabei aber im Gegensatz zu den anderen gutartigen Tumoren sehr schmerzhafter Tumor ist der so genannte “Glomustumor”. Es handelt sich um einen meist winzigen Tumor, häufig an den Fingerendgliedern und hier unter dem Fingernagel lokalisierten Tumor. Oft bestehen über Jahre unerklärliche Schmerzen, bis der Tumor schließlich diagnostiziert und operativ entfernt wird.

Empfehlung

Jeder festgestellte Tumor an der Hand sollte einmal ärztlich gesehen und abgeklärt werden.

Bestehen Unsicherheiten, hilft eine Kernspintomografie (MRT). Eine operative Gewebeprobe oder Entfernung führt zu sicheren Diagnose.

In den meisten Fällen können gutartige Tumoren definitiv entfernt werden. Tritt ein Tumor nach einer operativen Entfernung an gleicher Stelle erneut auf (“Rezidiv”), ist eine Abklärung immer notwendig.

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