Schmerztherapie

Schmerzbehandlung nach der Operation

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Im Vergleich zu anderen Operationen sind Handeingriffe in der Regel nicht sehr schmerzhaft.

Auch bei unkompliziertem Verlauf kann der Schmerzmittelbedarf jedoch sehr verschieden sein, Schmerzmittel sind in der ersten Nacht nach dem Eingriff nötig, danach sollte der Bedarf rasch zurückgehen. Länger anhaltende oder zunehmende Schmerzen deuten auf ein Problem hin, wie zum Beispiel eine Bluterguss oder auch ein zu enger Verband und sind kontrollbedürftig.

 

Basismaßnahmen

Eine Hochlagerung nach der Operation hilft, eine Schwellung im Operationsgebiet zu verhindern. Vorsichtiges Bewegen der nicht fixierten Finger sorgt ebenfalls für einen besseren Abfluss der Gewebeflüssigkeit und hilft, die Schwellung zu verhindern. Treten nach einer Operation erstmals Schmerzen auf, soll zunächst der Verband überprüft werden. Liegt eine schwellungsbedingte Enge im Verband vor, kann durch eine Lockerung der Binden unmittelbar Besserung erzielt werden

 

Medikamentöse Schmerztherapie

Liegt kein Problem mit dem Verband vor, ist die medikamentöse Schmerzbehandlung angezeigt. Diese sollte bei postoperativem Schmerz grundsätzlich eher früh begonnen werden und in ausreichender Dosierung erfolgen.

Im Einzelnen stehen folgen Medikamentengruppen zur Verfügung:

Nicht-Opioide Schmerzmittel dienen zur Behandlung leichter und mittelstarker postoperativer Schmerzen. Sie stellen die Basistherapie postoperativer Schmerzen dar.

So genannte Nicht-Steroide Antirheumatika („NSAR“) wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend und entsprechen in ihrer Wirkungsstärke den nicht-Opioiden Analgetika.

Opioide Schmerzmittel sind abgeleitet vom Morphium. Sie stellen die Gruppe der am stärksten wirksamen Substanze dar.

Üblicherweise wird die Auswahl und Dosierung der Mittel der Schmerzintensität angepasst. Vorteilhaft ist eine Kombination verschiedener Substanzen. Erreicht wird eine verbesserte Schmerzreduktion als auch eine Dosisreduktion der verwendeten Einzelsubstanzen und damit eine Verminderung der Nebenwirkungen.

Alle Medikamentengruppen haben spezifische Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten. Eine gängige, für alle Situationen gültige Empfehlung kann daher nicht ausgesprochen  werden. Die Auswahl der Substanzen muss  von Ihrem Arzt individuell festgelegt werden.

Keine Eigenmedikation!

 

Medikamentengruppen

Nicht-Opioide

Paracetamol kann intravenös oder als Tablette eingenommen werden, üblicherweise 0,5-1g alle 4-6 Stunden mit nachfolgender Reduzierung.

Metamizol kann intravenös, als Tablette oder Tropfen verabreicht werden, üblicherweise 0,5 alle -6 Stunden. Die Wirksamkeit ist etwas höher als bei Paracetamol.

 

Nicht-Steroidale Antirheumatika (NSAR)

Ibuprofen und Diclophenac sind die häufigsten verwendeten Substanzen. Sie werden oral oder rektal gegeben.  Aufgrund der abschwellenden Wirkung haben sie sich bewährt bei handchirurgischen und orthopädischen Eingriffen.

Unsicher ist bislang die Wirkung auf die Knochenneubildung bei Frakturen;  Eine weitere bekannt Nebenwirkung ist die Schädigung der Magenschleimhaut; zur Vorbeugung wird gleichzeitig ein Magenschutzpräparat verabreicht.

 

Opioide

Tramadol kann intravenös, in Tropfenform oder als Kapsel verabreicht werden. Tramadol ist nicht BtM (Betäubungsmittel)-pflichtig und wird häufig bei ambulanten operativen Eingriffen eingesetzt.

Tilidin ist etwas stärker wirksam als Tramadol und findet auch bei chronischen Schmerzzustände Anwendung

Stärker wirksame Opioide werden aufgrund der möglichen Nebenwirkungen nur im stationären Bereich eingesetzt.