Risiken und Komplikationen

Eine gestörte Wundheilung oder bakterielle Infektionen nach Eingriffen an der Hand sind nicht zuletzt wegen der hier besonders guten Durchblutung selten.

Bei jeder Operation kann es zur unbeabsichtigten Bechschädigung von anatomischen Strukturen kommen. Bei korrekter handchirurgischer Technik, Verwendung einer Blutleere oder Blutsperre sowie einer Lupenvergrößerung ist eine Beschädigung von Nervenästen mit nachfolgender Empfindungsstörung oder Schwäche der kleinen Handmuskulatur selten.

Narben im Bereich der Fingerbeugeseiten und Handfläche können gelegentlich druck- oder berührungsempfindlich sein und erfodern dann eine besondere Nachsorge.

Nach der Behandlung von schweren Verletzungen und bestimmten Erkrankungen der Hand kann es zu Bewegungseinschränkungen, bedingt durch narbige Verklebungen im Gewebe kommen.

In sehr seltenen Fällen nach Operationen aber auch nach Verletzungen gänzlich ohne Operation kann die ganze Hand mit einer schmerzhaften Schwellung reagieren. Zusätzlich treten eine vermehrte Schweißneigung („Glanzhautbildung“), ein vermehrtes Haarwachstum sowie eine Bewegungseinschränkung und schwerwiegende Funktionsstörung der gesamten Hand auf. („Algodystrophie“, „Sudeck’sche Erkrankung“, „complex regional pain syndrome, CRPS“).  Diese sehr seltenen Komplikation ist nicht unbedingt von der Schwere der Verletzung oder Art des Eingriffs abhängig; sie kann auch nach geringfügiger Verletzung oder kleinerer Operation der Hand, aber auch nach Verletzungen gänzlich ohne operativen Eingriff auftreten.