Gutartige Tumore an der Hand

Echte Gewebeneubildungen an der Hand sind meistens gutartiger Natur. Gutartig bedeutet, das ein Tumor nicht in benachbarte Gewebe einwächst und auch nicht in den Körper streut.

Gutartige Tumore können von jedem Gewebe an der Hand ausgehen. So unterschiedlich wie das Ausgangsgewebe, so unterschiedlich sind auch die Wachstumseigenschaften der entsprechenden Veränderungen.

Zu den häufigen gutartigen Tumoren an der Hand gehören das

  • “Lipom”- ausgehend vom Fettgewebe
  • “Synovialom” ausgehend vom Sehnengleitgewebe oder der Gelenkinnenhaut
  • “Fibrom” ausgehend vom Bindegewebe
  • “Hämangiom” (“Blutschwamm”) ausgehend vom Blutgefäßsystem.

Es handelt sich um rundliche tastbare Knoten im Unterhautgewebe, die nur selten stärkere Beschwerden verursachen. Typisch ist eine langsame, ganz allmähliche Größenzunahme. Funktionelle Störungen entstehen erst bei einer gewissen Größe, stärkere Schmerzen sind ausgesprochen selten.

Ein seltener, dabei aber im Gegensatz zu den anderen gutartigen Tumoren sehr schmerzhafter Tumor ist der so genannte “Glomustumor”. Es handelt sich um einen meist winzigen Tumor, häufig an den Fingerendgliedern und hier unter dem Fingernagel lokalisierten Tumor. Oft bestehen über Jahre unerklärliche Schmerzen, bis der Tumor schließlich diagnostiziert und operativ entfernt wird.

Jeder Tumor an der Hand sollte abgeklärt werden. Größere Veränderungen erfordern hierzu eine Kernspintomografie (MRT). Grundsätzlich sollte eine zur Sicherheit eine operative Entfernung und feingewebliche Untersuchung erfolgen, nur dann kann eine eventuelle bösartige Erkrankung ausgeschlossen werden.

In den meisten Fällen können gutartige Tumoren auch nach einer operativen Entfernung an gleicher Stelle erneut auftreten (“Rezidiv”). Bei erneuten Symptomen im operierten Bereich, auch nach längerem Zeitintervall, ist eine Abklärung immer notwendig.