Bösartige Tumore an der Hand

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Eine Gewebeneubildung kann gutartig oder bösartig sein. Ein bösartiger Tumor wächst in das umgebende Gewebe ein. Er kann in entfernt liegende Organe streuen und gefährdet so das Leben des Patienten. Äußerst selten handelt es sich bei einer Gewebeneubildung an der Hand um einen bösartigen Tumor. Dieser kann an der Hand von jedem vorkommenden Gewebe ausgehen. Gegenüber einem gutartigen Tumor fällt eine schnellere Größenzunahme auf.

Ein bösartiger Tumor ist vom umgebenden Gewebe schlecht abgegrenzt. Schmerzen sind anfangs nicht vorhanden und treten, wenn überhaupt, erst bei fortgeschrittener Größe durch Schädigung von Nachbargewebe auf.

An der Hand sind bösartige Tumoren selten. Zu ihnen gehören:

  • Tumoren der Haut (Basaliom, weißer Hautkrebs sund Melanom)
  • Tumoren des Bindegewebes (Sarkom)
  • seltener Tumoren anderer Gewebe (Knochen Knorpel, Nerven)

Bei jedem Verdacht auf einen bösartigen Tumor, wie etwa bei schnell an Größe zunehmenden Verdickungen des Gewebes soll dieser ohne Zeitverlust abgeklärt werden. Hierzu gehören die körperliche Untersuchung sowie bildgebende Untersuchungen an er Hand wie Röntgen, Kernspintomografie (MRT) oder Computertomografie (CT). Auch sind Untersuchungen der Organe notwendig, um eine eventuelle Absiedelung feststellen zu können. In den meisten Fällen muss vor einer definitiven Therapie eine Probenantmahme zur feingeweblichen (“histologischen”)  Untersuchung durchgeführt werden.

Ist die Diagnose gesichert, erfolgt in einem zweiten Schritt die definitive, meist operative Behandlung zur Entfernung des Tumors. Zu den weiteren Optionen gehören Bestrahlung und Chemotherapie, abhängig vom Einzelfall. Wie viel Gewebe entfernterden muß und weit die Hand erhalten werden kann, hängt ebenfalls von den Umständen des Einzelfalls ab.