Knoten und Tumore

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Unter einem Tumor wird jede örtliche Gewebevermehrung verstanden. (Keineswegs ist der Begriff gleichbedeutend mit „Krebs“). Bei einer örtlichen Gewebevermehrung kann es sich um eine echte Gewebeneubildung oder auch um eine entzündliche Schwellung handeln. Auch örtliche Ablagerungen bei bestimmten Allgemeinerkrankungen wie Rheuma oder Gicht können medizinisch als „Tumor“ bezeichnet werden.

Häufig an der Hand sind flüssigkeitsgefüllte Zysten, medizinisch als Ganglion, umgangssprachlich als “Überbein” bezeichnet. Die Zyste geht von einem Gelenk oder einer Sehnenscheide aus. Sie enthält Gleitflüssigkeit, die von der Gelenkinnenhaut nachgebildet wird. Eine echte Gewebeneubildung liegt hier nicht vor.

Bei einer echten Gewebeneubildung unterscheidet man gut- und bösartige Tumoren.

Tumore an der Hand sind meistens gutartig. Es handelt sich um rundliche tastbare Knoten im Unterhautgewebe. Diese können von jedem Gewebe an der Hand ausgehen und werden nach diesen bezeichnet. Typisch für einen gutartigen Tumor ist eine langsame allmähliche Größenzunahme. Ein gutartiger Tumor im Unterhautgewebe ist rundlich, von glatter Oberfläche und gut abgegrenzt. Von einigen bestimmten Ausnahmen abgesehen verursacht ein gutartiger Tumor keine stärkeren Beschwerden.

Äußerst selten handelt es sich an der Hand um einen bösartigen Tumor. Ein bösartiger Tumor wächst in benachbartes Gewebe ein. Er kann zu einer Streuung in andere Organe führen und damit das Leben gefährden. Auch ein seltener bösartiger Tumor kann von jedem Gewebe an der Hand ausgehen.

Neben den eindeutig gutartigen und bösartigen Tumoren können Gewebeneubildungen auch „semimaligne“ (teilweise bösartig) sein. Solche Veränderungen wachsen vor Ort in das Nachbargebe ein. Sie streuen jedoch in den allermeisten Fällen nicht in entfernt Körperregionen.

Ein gutartiger Tumor ist nach der Operation in den allermeisten Fällen definitiv beseitigt. Gezielte Kontrollen sind nicht erforderlich. Ein „semimaligner“ Tumor kann nach vollständiger Entfernung am Ort nachwachsen. Geplante Kontrollen sollten daher stattfinden. Ein bösartiger Tumor kann sowohl am Ort wieder auftreten, als auch in anderen Körperregionen. Vor einer Operation ist hier eine Therapieplanung notwendig. Nach einer Operation sind Kontrollen und eventuell auch eine Nachbehandlung notwendig.

Jede Gewebeneubildung an der Hand sollte grundsätzlich abgeklärt werden. Neben der körperlichen Untersuchung kann hierzu eine Röntgenaufnahme oder auch einmal eine Kernspintomografie (MRT) gehören.

Ob eine operative Entfernung notwendig ist, muss im Einzelfall geklärt werden.