Gelenkzysten an den Fingern (so genannte Mukoidzysten)

Links das Röntgenbild eines Endgelenks mit eienr Heberden-Arthrose; rechts eine typische Mukoidzyste
Links das Röntgenbild eines Endgelenks mit eienr Heberden-Arthrose; rechts eine typische Mukoidzyste

 

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Häufig gestellte Fragen

Unter einer Mukoidzyste versteht man eine kleine, mit eingedickter Gelenkflüssigkeit gefüllte Zyste, bei der es sich um eine Ausstülpung der Gelenkinnenhaut handelt. Typisch sind Zysten streckseitig an den Fingerendgelenken. Ursache ist eine Arthrose der Fingerendgelenke (“Heberden-Arthrose”). In ihrem Verlauf bilden sich kleine Knochenzacken („Exostose“), in deren Umgebung ist die Gelenkkapsel geschwächt und die Gelenkflüssigkeit drückt sich aus dem Gelenk heraus.

Mukoidzysten nehmen im Verlauf allmählich an Größe zu und die Haut verdünnt sich über der Zystenoberfläche. Kommt es zu kleinen Verletzungen der Haut. Es entleert sich die gallertige Flüssigkeit und die Zyste fällt in sich zusammen, um sich dann langsam wieder mit Gelenkflüssigkeit zu füllen. In manchen Fällen können sich hier unangenehme und hartnäckige Infektionen mit Beteiligung des Nagelbetts und auch des Endgliedknochens entwickeln. Auch können die Zysten durch Druck auf das benachbarte Nagelbett zu Nagelwachstumsstörungen führen.

 Untersuchung

Der äußere Aspekt der Zyste ist charakteristisch; eine einfache Röntgenuntersuchung zeigt die zugrundeliegende Arthrose des Fingerendgelenks-

Behandlung

Die verursachende Arthrose kann nicht vollständig beseitigt werden. Mit einer Laserbehandlung könne manche kleinere Mukoidzysten zumindest vorübergehend zur Rückbildung gebracht werden. Auch eine Punktion ist meist nur von vorübergehendem Erfolg. Spätestens, wenn die Haut über der Zyste ausgedünnt ist, wenn Nagelwachstumsstörungen aufgetreten sind oder sich spontan Flüssigkeit entleert, sollte die Mukoidzyste operativ entfernt werden.

In den meisten Fällen können die Zysten aus der umgebenden Haut ausgelöst werden. Ist die Haut über der Zyste so dünn, dass sie nicht direkt genäht werden kann, wird sie kurzstreckig offen gelassen werden und schließt sich immer in den nächsten Tagen spontan. Eine Hauttransplantation oder Hautverschiebung ist nicht notwendig. Wichtig dagegen ist es, kleinere Knochenzacken im Gelenkbereich vollständig abzutragen, nur dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Zyste sich nicht wieder neu bildet.

 

Risiken und Komplikationen

Die Haut in der Nähe des Fingernagels und Nagelbetts enthält immer Hautbakterien, auch nach einer chirurgischen Desinfektion. Bei allen Eingriffen in der Umgebung des Nagelbetts besteht ein gewisses Infektionsrisiko. Bürsten der Nagelbettregion mit Alkohol vor einem Eingriff oder auch eine vorbeugende Antibiotikagabe über den Eingriff hinweg helfen, das Risiko klein zu halten.

Besteht bei einer Mukoidzyste eine Nagelwachstumsstörung, normalisiert sich der Nagel während des nächsten Herauswachsens. Ganz gelegentlich kann eine gewisse Nagelveränderung bestehen bleiben.